Zeremonieller Kakao – was du wissen solltest! Herkunft, Dosierung & Schattenseite der Kakaoindustrie

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  • Kakao ist mehr als nur der Grundzutat der Schokolade. Er ist eine spirituelle Dimension, eine Intelligenz, die wir nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen, der Intuition und durch Gefühle wahrnehmen können.
  • Zeremonieller Kakao – wichtige Informationen zur Herstellung, Zubereitung, Dosierung und Folgen einer Überdosierung findest du hier.
  • Die Schattenseite der Kakaoindustrie: Kinderarbeit, Menschenhandel und Sklaverei sind hier leider keine Seltenheit. Fairtrade Labels können leider noch lange nicht garantieren, dass keine Kinderarbeit eingesetzt wird.

Dieser Beitrag wurde von unserer Gastautorin Anikó (@die_kakaogoettin) geschrieben. Viel Spaß beim Lesen! Dein mr.broccoli

Theobroma cacao, „Speise der Götter“, „das Geschenk des Gottes Quetzalcoatl“, Superfood, Genussmittel, Meister- und Lehrer-Pflanze…

Kakao – Eine Pflanze, die nicht nur hervorragende ernährungsmedizinische Eigenschaften hat und köstlich schmecken kann, sondern eine Heilpflanze, die uns viel mehr zu geben hat. Jede Pflanze hat ein Bewusstsein. Und der Spirit of Cacao will sein Wissen mit uns teilen. 

Die indigene Völker habe es schon vor mehreren Jahrtausenden erkannt. Sie haben sich bemüht durch Ritualen das Ungleichgewicht zwischen Mensch und Natur auszugleichen. Eine Kakaozeremonie soll zu unserer Erdung und zu mehr Wertschätzung von Mutter Erdebeitragen, uns zu Klarheit und Selbstbestimmung zu verhelfen, innere Blockaden zu lösen und uns in einen Zustand der Harmonie zu versetzen. 

In Südamerika gibt es die Vorhersagung, dass, wenn die Welt Hilfe benötigt, Cacao ihre Heimat verlassen und in die Städte kommen wird, um den Menschen zu helfen und deren Herzen zu öffnen. Und die Zeit ist gekommen…

Lies hier unseren ersten Artikel zu Kakao in Zusammenhang mit Ernährung & Gesundheit: Kakao und seine einzigartigen Eigenschaften (8 grandiose Inhaltsstoffe) – darum ist Kakao gesund!


Kurze Geschichte des Kakaos

Eine 2018 veröffentlichte Forschungsarbeit beschrieb, dass Kakao 1.500 Jahre früher als bisher angenommen von Menschen konsumiert wurde. Die Archäologen entdeckten Töpfe, die von der alten Mayo-Chinchipe-Kultur in Ecuador verwendet wurden. In diesen Töpfen befanden sich Spuren von Kakaobohnen, deren DNA auf 5.500 Jahre zurückdatiert wurde.

Die Olmeken, die erste große Zivilisation in Mesoamerika, haben den Kakaobaum domestiziert. Sie begannen die Kakaobohnen zu fermentieren, rösten, mahlen und die Getränke, die sie aus Kakao herstellten, für medizinische und zeremonielle Zwecke zu verwenden.

Die Maya

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Das Reich der Maya erstreckte sich über die Halbinsel Yucatan in Südmexiko und durchquerte das moderne Belize, Guatemala, Honduras und El Salvador; das Kernland des Kakaoanbaus. Die Grundlage für Maya Cosmovision ist „Lebenskraft“ oder ch’ulel, die alles durchdringt und soll aus einer göttlichen, spirituellen Quelle stammen.

Ch’ulel verbindet alle und alles miteinander, es gibt keine Trennung zwischen dem Körper und der Seele, zwischen dem physischen und dem spirituellen Bereich. Zur Maya Prinzipien gehört auch die Anerkennung der natürlichen Zyklen und die Verehrung von Pflanzen.

In der Maya-Medizin werden die Heiler von bestimmten Pflanzen ausgewählt und sie entwickeln eine ganz besondere Beziehung. Kakao ist die Heilpflanze für den Körper, Geist und die Seele. Die Mayas würzten ihren Kakao, indem sie die geröstete Kakaosamenpaste mit Wasser, Chili und Mais zu einem Getränk mischten.

Die Azteken

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Die Azteken bereiteten Kakao als Getränk speziell für die Elite zu, denn Kakao zu konsumieren bedeutete im Wesentlichen, Geld zu trinken. Ihre Zubereitung des Getränks war der der Maya sehr ähnlich, der Hauptunterschied war, dass die Azteken es kalt und nicht heiß konsumierten. 

Der Kakao wurde mit den anderen Gewürzen gemahlen, mit Wasser vermischt, gefiltert und gerührt, um es aufzuschäumen. Diese Mischung wurde dann zwischen zwei Gefäßen hin und her geschüttet, um mehr Schaum zu erzeugen. Der Schaum wurde als die höchste Delikatesse angesehen. Bei einem minderwertigen Getränk hätte man den Kakao mit gemahlenem Mais verdünnt.

Die Azteken verwendeten Kakao auch rituell, sowohl zum Trinken bei Zeremonien als auch symbolisch bei Menschenopfern. In diesem Zusammenhang würde die Kakaoschote das menschliche Herz symbolisieren.

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Der Weg nach Europa

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Cortez, der spanische Konquistador präsentierte den Kakao zum ersten Mal in Europa, und von da an fand die Trinkschokolade auf dem ganzen Kontinent Anklang und Ruhm. Irgendwann im 17. Jahrhundert begannen die Europäer, die Zugabe von scharfem Chili-Pfeffer zu ihrem Getränk zugunsten von Zucker zu vermeiden, der zwar teuer, aber verfügbar war. Im 18. Jahrhundert entstanden neben den berühmten Londoner Kaffeehäusern auch Schokoladenhäuser als Orte der Begegnung, des Glücksspiels und der Zecherei. 

1753 veröffentlichte der schwedische Taxonom Carl Linnaeus sein binomisches Klassifizierungssystem der Lebewesen und klassifizierte den Baum, von dem die Schokolade stammt, als Theobroma cacao („Theobroma“ aus dem Griechischen für „Speise der Götter“, und „Kakao“ ist eine europäische Ableitung des einheimischen Maya-Wortes „kakau“).

1828 erfand der holländische Chemiker Coenraad Johannes van Houten das Verfahren zur Extraktion der Kakaobutter aus der Schokolade, so dass ein Kuchen übrig blieb, der zu Pulver zermahlen wurde. Mit dieser Erfindung beginnt die Ära des heißen Kakaos (aus Kakaopulver), der die Führung über die heiße Schokolade (aus der Paste der Kakaonibs) übernimmt.

Der erste Schokoriegel

Die britische Schokoladenfirma J.S. Fry & Sons stellte 1847 den ersten Schokoriegel her. Obwohl es schon vorher kreideähnliche Riegel gab, war es der erste seiner Art, der Kakaopulver, Zucker und Kakaobutter zu einem festen und genussvollen Schokoriegel kombiniert.

Die erste Milchschokoladentafel der Welt wurde 1875 vom Schweizer Chocolatier Daniel Peter kreiert. Daniel Peter war der Nachbar eines jungen Mannes namens Henri Nestlè, der 1867 entdeckte, wie man Milchpulver herstellt. Daniel Peter kombinierte seine Schokoladenkonfektion mit Nestlè’s Milchpulver, um den ersten festen Milchschokoladenriegel der Welt herzustellen. 

Vor 1879 war die Konsistenz der Schokolade eher grob. Erst Rudolph Lindt erfand die erste Schokoladen-Conchiermaschine. Das Conchieren ist ein Prozess, bei dem die Zutaten der Schokolade mehrere Stunden lang erhitzt und gemischt werden, um sie besonders geschmeidig zu machen.


Zeremonieller Cacao – alles was du wissen musst (Dosierung, Einnahme, Wirkung)

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Kakaozeremonien sind in der letzten Jahren sehr „trendy“ geworden. Aber was ist der Unterschied zwischen heisser Schokolade und zeremoniellem Kakao?

Technisch gesehen muss es sich bei einem Kakaoprodukt, das die Bezeichnung „zeremoniell“ tragen darf, um eine biologische, ethisch gehandelt und minimal oder traditionell verarbeitete reine Kakaobohnenpaste handeln, die aus hochwertigen Criollo- oder Trinitario-Bohnen hergestellt wird.

Der Grund dafür ist, dass die Criollo- und Trinitario-Bohnen von allen Kakaobohnensorten die höchste Konzentration an wirkungsvollen Verbindungen (wie Theobromin, Serotonin, Proanthocyanin, Anandamin, Methylxanthine, Tryptophan, Phenylethylamin und viele andere) aufweisen, die beim Verzehr ein besonders starkes herzerwärmendes Gefühl im Körper erzeugen.

Dieses herzerwärmende oder „herzöffnende“ Gefühl ist es, das den einzigartigen, weiten, friedlichen, offenen und erhabenen körperlichen und geistigen Zustand hervorruft, um den sich Kakaozeremonien drehen. Je höher die Qualität der Bohne, aus der die Kakaomasse hergestellt wird, desto stärker sind die Empfindungen, die sie hervorruft.

Um den Kakao in seinem natürlichsten Zustand zu belassen und alle wertvollen Nährstoffe zu erhalten ist der Verarbeitungsprozess kurz, leicht und einfach gehalten: Die fermentierten und getrockneten Kakaobohnen werden bei der schonendsten Temperatur geröstet; die Schalen werden von den Nibs entfernt (manchmal sogar von Hand); die Kakaonibs werden zu einer Paste gemahlen. Diese Kakaomasse ist bereit für zeremoniellen Kakao verwendet zu werden. Der ist so etwas wie eine normale 100%ige Schokolade, aber ohne Conchieren und Temperieren.

Zeremonieller Kakao sollte nicht nur möglichst wenig verarbeitet werden, sondern auch biologisch sein. Ein wichtiger Teil der Zeremonie ist, dass wir reinen Kakao als Werkzeug zur Heilung und zur Verbindung mit unserem Körper und mit Mutter Natur verwenden. Der Verzehr von Kakao, der unter Verwendung von Pestiziden, synthetischen Düngemitteln und genetischen Veränderungen angebaut wurde, ist potenziell schädlich für uns und daher für den zeremoniellen Gebrauch ungeeignet.

Zubereitung – Zeremonieller Kakao

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Bild von @die_kakaogoettin

Die Zubereitung von zeremoniellem Kakao ist ziemlich einzigartig. Da einer der Schwerpunkte von zeremoniellem Kakao die Gesundheit von Körper und Geist ist, werden je nach gewünschtem Ergebnis der Zeremonie (energetisierend, entspannend, meditativ) bestimmte Gewürze wie Chili,  Zimt, Cayennepfeffer, Ingwer und Kardamom sowie Superfoods wie Maca-Pulver und Kurkuma hinzugefügt.

Aus dem gleichen Grund werden auch die Süßungsmittel eher auf der ganzheitlichen Seite sein, wie Datteln, Agave, Ahornsirup oder Kokosblütenzucker, und alle Arten von hoch raffiniertem Zucker vermeiden. Der Geschmack von zeremoniellem Kakao variiert sehr stark, je nach Herkunft und Verarbeitung des Kakaos, zusammen mit allen zugesetzten Zutaten.

Dosierung & Einnahme von zeremoniellem Kakao

Die Dosierung hängt von unserer Intention ab. Etwa 15-20g ist die Menge zur täglichen Meditation oder zur kreativen Arbeit. Es ist allgemein anerkannt, dass 42g eine volle zeremonielle Dosis ist. Wer noch keine Erfahrung mit Kakao hat, sollte mit der Hälfte dieser Menge beginnen und sehen, wie er sich damit fühlt.

Wie viel Kakao man braucht, um sich sanft aktiviert zu fühlen, hängt sowohl von individuellen Konstitution als auch von Glaubenssystem ab. Es dauert eine Weile, bis der Kakao in den Blutkreislauf gelangt. Manchmal zwischen 20 und 60 Minuten, aber empfindliche Menschen spüren die Vibration sofort. Die Wirkung hält in der Regel zwischen zwei und vier Stunden an, je nach Dosierung und Person.

Überdosierung – hierbei musst du unbedingt aufpassen

Insgesamt sollte zeremonieller Kakao, wie jede andere Pflanzenmedizin, mit Respekt und gesundem Menschenverstand eingenommen werden. Im Allgemeinen wird nicht empfohlen, mehr als 55 Gramm zeremoniellen Kakao einzunehmen.

Alles, was über dieser Dosis liegt, kann bei einem kleinen Prozentsatz von Menschen Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Übelkeit oder sogar Herzklopfen hervorrufen. Vor der Kakaozeremonie ist eine ärztliche Konsultation empfohlen, wenn man Antidepressiva oder Medikamente gegen Bluthochdruck einnimmt, oder an einer schweren Herzerkrankung leidet.

Zeremonieller Kakao enthält Tryptophan und MAO-Hemmer, die in Kombination mit Antidepressiva eine synergistische Verstärkung bewirken können. Das im Kakao enthaltene Theobromin kann außerdem die Herzfrequenz deutlich erhöhen und bei schweren Herzerkrankungen das Leben gefährden. Kakao ist auch ein Vasodilatator (erweitert die Blutgefäße) und die Wirkung von Medikamenten gegen Bluthochdruck verstärken oder beeinträchtigen kann.

Externe Variablen, die die zeremonielle Wirkung stark beeinflussen können

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Abgesehen von der chemischen Zusammensetzung und der Dosierung des Kakaos gibt es eine Handvoll sehr wichtiger externer Variablen, die die Wirkung von zeremoniellem Kakao auf uns stark beeinflussen können.

Meistens handelt es sich dabei um „(Mind)Set und Setting“.
Mentaler Zustand, die Umgebung, in der wir uns befinden, und die Menschen, mit denen wir uns umgeben, wenn wir zeremoniellen Kakao trinken, können die Erfahrung ebenso stark beeinflussen wie die Art und Dosierung des Kakaos, den wir trinken.

Unabhängig von der Zubereitung, ist es wichtig, dass keine großen Mengen an Zutaten hinzugefügt werden, die das zeremonielle Gefühl des Kakaos „überdecken“, insbesondere Zucker. Beim Verzehr führt der Zuckergehalt zu einem plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels, der die herzerwärmenden Empfindungen überlagert.

Um die „reinste“ zeremonielle Kakaoerfahrung zu machen, empfiehlt es sich, zeremoniellen Kakao nüchtern, mit leerem Magen und in einem gesunden Zustand zu trinken. Je weniger unser Körper durch andere Faktoren stimuliert wird, desto besser kann man das reine, herzöffnende Gefühl erkennen, das er erzeugt, und desto stärker wird seine Wirkung sein.


Die Schattenseiten der Schokoladenindustrie

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Um die steigende globale Nachfrage nach Schokolade zu befriedigen, werden unberührte Wälder und Graslandschaften gerodet, um Platz für Kakao-Monokulturen zu schaffen. Der Kakaoanbau ist eine der Hauptursachen für die Entwaldung in vielen Teilen Westafrikas und Südamerikas. Im Jahr 2017 berichtete The Guardian, dass 80 % der Regenwaldfläche in der Elfenbeinküste verschwunden ist, größtenteils aufgrund des Kakaoanbaus

Kakao-Monokultur ist der Anbau von nur Kakaobäumen auf einem Stück Land. Kurzfristig bringen Monokulturen bis zu 40% höhere Erträge, allerdings führt diese nicht nachhaltige Anbaumethode dazu, dass der Boden schnell degradiert, seine Nährstoffe verliert und austrocknet.

Um die kurzfristige Rentabilität zu maximieren, werden daher immer mehr Wälder gerodet, um Platz für weitere Kakao-Monokulturen zu schaffen. Diese Technik der Brandrodung ist eine der Hauptursachen für die Abholzung der Wälder, die Bodenerosion und den Verlust der Artenvielfalt, was die Kakaobäume anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels sowie für Schädlinge und Krankheiten macht. Dadurch könnte der Kakao innerhalb der nächsten 40 Jahre aufgrund der nicht nachhaltigen Praktiken von Monokulturen verschwinden.

Eine mögliche Lösung?

Eine Lösung ist die Agroforstwirtschaft, also der Anbau von Bäumen, Sträuchern und anderen Nutzpflanzen nebeneinander, im Gegensatz zur Produktion einer einzigen Nutzpflanze. Da die Agroforstwirtschaft natürliche Wälder nachahmt, erbringt sie Ökosystemleistungen wie Schutz vor Bodenerosion, Wassererhaltung und natürliche Schädlings- und Krankheitsbekämpfung und verhindert so die Degradierung des Lebensraums und lässt stattdessen die Artenvielfalt von Flora und Fauna gedeihen und erhöht die Resilienz gegenüber Naturkatastrophen. Die Bedürfnisse der lokalen Gemeinden werden in Bezug auf soziale und ökologische Aspekte auch erfüllt und sie ermöglicht es den Bauern ihre Einkommensströme zu diversifizieren.

Westafrikanische Länder, vor allem Ghana und die Elfenbeinküste, liefern mehr als 70% des weltweiten Kakaos. Der Kakao, den sie anbauen und ernten, wird an einen Großteil der Schokoladenfirmen verkauft, darunter auch an die größten der Welt.

Kinderarbeit, Menschenhandel & Sklaverei

In den letzten Jahren haben eine Handvoll Organisationen und Journalisten den weit verbreiteten Einsatz von Kinderarbeit und in einigen Fällen Menschenhandel und Sklaverei auf Kakaofarmen in Westafrika aufgedeckt.

Die Kinder in Westafrika sind von großer Armut umgeben, und die meisten fangen schon in jungen Jahren an zu arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Einige Kinder landen auf den Kakaofarmen, weil sie Arbeit brauchen und die Menschenhändler ihnen erzählen, dass der Job gut bezahlt wird. Andere Kinder werden von ihren eigenen Verwandten an die Menschenhändler oder Farmbesitzerverkauft„, die sich der gefährlichen Arbeitsumgebung und der fehlenden Möglichkeit einer Ausbildung nicht bewusst sind.

Die meisten Kinder, die auf Kakaofarmen arbeiten, sind zwischen 12 und 16 Jahre alt, aber Reporter haben auch schon Kinder im Alter von 5 Jahren gefunden. Zusätzlich zu den Gefahren, die der Gebrauch von Macheten mit sich bringt, sind Kinder auf Kakaofarmen in Westafrika auch landwirtschaftlichen Chemikalien ausgesetzt.

Obwohl die Schokoladenindustrie zu Kinderarbeit, Sklaverei und Menschenhandel beiträgt, hat sie keine wesentlichen Schritte unternommen, um das Problem zu beheben. Innerhalb ihrer 60-Milliarden-Dollar-Industrie haben die Schokoladenunternehmen die Möglichkeit, den Einsatz von Kinder- und Sklavenarbeit zu beenden, indem sie den Kakaobauern einen existenzsichernden Lohn für ihr Produkt zahlen.

Es gibt heute viele verschiedene Labels auf Schokoladentafeln, wie z.B. verschiedene Fair-Trade-Zertifizierungen und die Rainforest-Alliance-Zertifizierung; jedoch kann kein einziges Label garantieren, dass die Schokolade ohne ausbeuterische Arbeit hergestellt wurde. 

Im Jahr 2009 mussten die Begründer der Fairtrade-Zertifizierung mehrere ihrer westafrikanischen Lieferanten suspendieren, weil sie nachweislich Kinderarbeit einsetzten. 2011 untersuchte ein dänischer Journalist Farmen in Westafrika, auf denen große Schokoladenunternehmen Kakao einkaufen. Er filmte illegale Kinderarbeit auf diesen Farmen, darunter auch solche, die von UTZ und Rainforest Alliance zertifiziert sind. 

Wir als Verbraucher halten eine große Menge an Macht in unseren Händen, um die Zukunft zu gestalten, die wir uns vorstellen.


Unsere Gastautorin: Anikó die Kakao-Göttin

Ich habe einen Traum… 

Meine Reise mit Kakao hat mit einem Selbstexperiment gestart. Ich habe täglich Kakaorituale und Zeremonien für mich selbst und dann später auch für andere angeboten. Viele Kakaosorten ausprobiert, zeremoniellen Kakao selbst hergestellt und sehr viel über diese magische Heilpflanze gelernt.  Meine Erfahrungen und Entwicklung habe ich auf Instagram dokumentiert : (@die_kakaogoettin).

All das Wissen, Erkenntnis und Erfahrungen, was ich durch und mit dem Kakao erlangen habe, hat den Ruf von der Spirit of Cacao bestätigt. Das hat mich zu einem größerem Projekt motiviert. Ich möchte alle Länder besuchen, in denen es Kakaoplantagen gibt, alle Kakaosorten probieren, die auswählen, die mich berühren, die, mit denen ich bei meinen Zeremonien am besten arbeiten kann, und sie in die westliche Welt bringen.

Ich möchte gern Volunteer-Arbeit auf den Kakaofarmen machen, von den Einheimischen über Kakao, Kultur, Traditionelle Maya Medizin, Kräuterkunde, usw. lernen, und ich möchte gern Cacao Zeremonien überall auf der Welt leiten. Und natürlich möchte ich die schmackhaftesten, gesündesten, veganen, cruelty-free, fair trade, nachhaltigen, klimaneutralen, spirituell wirksamsten zeremoniellen Kakao herstellen. 

Mit Zeremonien kann ich das Herz der Menschen heilen, ihre Körper nähren und sie bewusster machen, aber mit meinen Produkten könnte ich die Kakaoindustrie reformieren und gegen Kinderarbeit (einschließlich Sklaverei) auf Kakaofarmen, Ausbeutung der Bauern und der Umwelt, Abholzung des Regenwaldes, etc. kämpfen. Ich möchte den Gewinn aus meinen Produkten investieren, um die verletzlichsten wie Kinder, Tiere, Pflanzen, Mutter Erde zu retten und heilen


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Vorliegend habe ich meine eigene Erfahrung beschrieben. Das sind die Effekte, die ich bei mir gespürt habe. Diese können bei jedem unterschiedlich ausfallen. Die beschriebenen Erfahrungen sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse und keine Tatsachen Behauptungen. Sämtliche Inhalte dieser Seiten sind keine Heilaussagen und ausschließlich informativ, sie dienen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Behandlung. Mehr dazu hier