Die 3 Top-Tipps, von denen Du als Veganer:in im Leistungssport profitieren wirst

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wie Du mit veganer Ernährung Deine Leistungssport Ziele erreichst

Mein Name ist Florian Becker, ich bin 21 Jahre alt, ernähre mich seit Mitte November 2016 vegan und bin Mitglied der Deutschen Short Track Nationalmannschaft. Ich erzähle Dir heute, wie auch Du es schaffen kannst, durch die vegane Ernährung Dein gesamtes Potenzial im Leistungssport abzurufen. In Dir steckt nämlich noch viel mehr, als Du für möglich hältst!

Short Track ist ein rasanter, aktionsreicher und hochintensiver Sport. Er wird auf dem Eishockeyfeld auf einer 111 m langen Runde ausgetragen und es laufen über Heats, Viertelfinale, Halbfinale und Finale immer 4-6 Athlet:innen gegeneinander. In den Vorrunden qualifizieren sich immer die ersten beiden Läufer:innen.

Das unten stehende Video vermittelt Dir noch einmal einen kleinen Eindruck über das Short Track.

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Meine bisherige sportliche Laufbahn

Mit 8 Jahren begann ich in Inzell mit Eishockey, das ich bis zu meinem 14. Lebensjahr aktiv im Verein betrieb.

Der schnelle Leistungssport auf der langen Bahn faszinierte mich immer mehr, so dass ich zum Eisschnelllauf wechselte. So wie wahrscheinlich Dir, war mir Short Track auch bis zu meinem 15. Lebensjahr eine eigentlich unbekannte Sportart, bis wir sie aus Trainingsaspekten für uns entdeckten. Bis vor 2 Jahren war ich dual in beiden Sportarten, also sowohl im Eisschnelllauf, als auch im Shorttrack in der Junioren-Nationalmannschaft, unterwegs. In dieser Zeit konnte ich in beiden Sportarten Medaillen bei Deutschen Meisterschaften erlaufen.

2013 nahm ich an der Europäischen Jugendolympiade im Short-Track teil. Dort erreichte ich auf meiner Paradestrecke, den 500 m, den 6. Platz.

short track deutsches nationalteam2015 kam der Short-Track Verband auf mich zu ‒ ob ich nicht komplett zum Shorttrack wechseln möchte. Ich nahm diese Herausforderung gerne an, obwohl dies hieß, mein Elternhaus und meinen Stützpunkt in Inzell zu verlassen. Also wechselte ich meinen Wohnort und zog nach Dresden, um am dortigen Stützpunkt mit der Deutschen Nationalmannschaft zu trainieren.

Meine anfänglichen Beweggründe einer veganen Ernährung

Mein großes Augenmerk lag schon immer auf einer gesunden ausgewogenen Ernährung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Dein Auto betankst Du ja auch nicht mit Gülle!!

Irgendwann stellte ich mir die Frage: „Wie kann ich meine jetzige Ernährung noch verbessern oder wie kann ich sie optimieren?“

In dieser Zeit war ich in einer Phase, in der ich mich öfter schlapp und etwas schläfrig fühlte und mit leichten Knieproblemen kämpfte.

Du denkst sicherlich, der einfachste Weg wäre es, an Deinem Olympiastützpunkt zu einem Ernährungsberater bzw. einer Ernährungsberaterin zu gehen, um Dir dort helfen zu lassen! Da ich aber immer schon großes Interesse am Klima und der Umwelt etc. hatte und durch Filme wie Cowspiracy, Forks over Knives und viele mehr ‒ die Dir sicher auch ein Begriff sind ‒ , musste ich feststellen, was wir mit unserem Fleischkonsum und allgemeinem Verzehr der Umwelt antun.

Am schockierendsten finde ich, dass 91 % des Regenwaldes aufgrund der Massentierhaltung gerodet werden und niemand ernsthaft etwas dagegen unternimmt. Auch, dass dieser Sektor mehr schädliche Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor in die Umwelt bläst, hat mich zutiefst schockiert ‒ in der Schule wird Dir das meistens, wenn überhaupt, nur beiläufig erzählt.

Mich störte vor allem auch ein Fakt: Keine der großen Umweltschutzorganisationen erwähnt oder bekämpft wirklich die Klima/Umweltsünde Nummer eins: die Massentierhaltung. Ich will/wollte einfach etwas tun, was mich dann auch noch mehr darin bekräftigt hat, es mit einer veganen Ernährung zu probieren.

Neue und alte Bekannte der veganen Ernährung

vegane LeistungssportlerIch erinnerte mich daran, dass ein ehemaliger Weggefährte aus dem Eisschnelllauf schon vor längerer Zeit begonnen hatte, sich vegan zu ernähren und zwar aus dem Grund, seine Leistung zu verbessern. Ich kontaktierte ihn, ob er mir Tipps geben könnte und ob er irgendwelche nützlichen Infos für mich hat. Er fügte mich zu einer Facebookgruppe hinzu. Daraufhin kontaktierte mich die Administratorin der Gruppe ‒ Aleksandra Keleman.

Neugierig geworden informierte ich mich erst einmal, wer sie eigentlich ist, da ich von ihr noch nicht viel gehört hatte ‒ schau Du doch auch mal nach.

Meine Neugier war nun geweckt und sie erzählte mir viele, für mich neue und extrem interessante Dinge, die ich unbedingt selbst ausprobieren musste! Sie erklärte mir zuerst einmal, was ich denn supplementieren sollte und brachte mir die vegane Ernährung, optimiert auf den Leistungssport, näher. Nun begann ich, mich mit Phytinsäure und vielem mehr zu beschäftigen und wie ich durch Keimen von Hülsenfrüchten, Samen etc. die Nährstoffbilanz um das Vielfache anheben/verbessern kann. Auch, dass ich möglichst viele Wildkräuter in mein Essen miteinbauen soll, da diese sich ebenfalls positiv auf meine Leistung auswirken.

veganes BrotMein Hobby ist das Brot backen. Du findest das vielleicht komisch, wie kommt jemand auf so ein Hobby mit 21? Ich versuchte mich daran, ein Brot nur aus gekeimten Samen zu backen und nur mit Sauerteig, ohne Hefe und es gelang mir auch. Mittlerweile habe ich selbst drei Brotrezepte zusammen geschrieben und dafür nur positive Resonanz erhalten.

Ich erzähle Dir das, weil ich ab da begann, alles, was mir in die Finger kam, zu keimen und stellte mir einen guten, ausgewogenen Ernährungsplan zusammen.

Meine Ernährung Stand jetzt

„Der Nebeneffekt meiner neuen Ernährung ist, dass ich schneller als sonst nach harten Trainingseinheiten regeneriere und noch dazu bemerke, dass ich weniger Schlaf benötige.“

Noch dazu habe ich seitdem keinerlei Knieschmerzen mehr und ich trinke ja auch nicht mehr literweise vegane Milch! Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, was ich mir dachte und dies bekräftigt mich nun in dem, was ich jetzt tue.

Wichtig ist auch, dass Du ausreichend Proteine konsumierst, um Deine Regeneration zu fördern.

Ein typischer Trainingstag beginnt bei mir nun wie folgt:

  • Gekeimtes Müsli (Keimster oder z.B.: Choco Chia von NaturARTen)
  • Eine Banane und andere Früchte. Püriere diese mit etwas Pflanzenmilch und Wasser und gebe dann das Müsli hinzu. Zusätzlich gebe ich auch immer noch etwas gekeimten Leinsamen oder gekeimte Chiasamen + reichlich Kräuter dazu.

Nach dem ersten Training z.B.:

  • Gekeimter Quinoa mit Gemüse
  • Salat mit Sprossen und z.B.: roter Beete oder Anderes
  • Gekeimtes Brot mit Hummus und Avocado + Sprossen
  • Gekeimte Hülsenfrüchte (Linsen) mit Gemüse

Vor dem zweiten Training:

Ich versuche auch immer darauf zu achten, was trainiert wird und wie mein Hungergefühl gerade ist, sodass ich es auch besser anpassen kann, ob ich noch einen größeren Smoothie zu mir nehme oder noch ein paar Datteln für das Training mitnehme.

Abends nach dem Training:

  • Falafel aus gekeimten Kichererbsen, Linsen gekeimt (sehr gerne als Indisches Dal zubereitet), Quinoa gekeimt oder fermentierter Tofu meistens Kartoffeln, Süßkartoffeln (ich liebe Süßkartoffeln), Brokkoli und Reis, um meine häufigsten Beilagen aufzuzählen.

Ich versuche nach wie vor, meinen Speiseplan mithilfe von Tipps oder neuen Infos zu verbessern und zu optimieren. Ich will noch mehr Gekeimtes einbauen und Ungekeimtes weitestgehend von meinem Speiseplan streichen. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass ich dadurch noch mehr Power und noch besser auf meinem Weg vorankomme.

„Ich finde auch, Leistungssportler:innen sollten immer darauf achten, was sie zu sich nehmen und nicht immer die günstigsten/qualitativ schlechten Lebensmittel nehmen.“

Ernährung ist für mich mit eines der wichtigsten und auch eines der spannendsten Themen. Es gibt mir meine Kraft und auch meine Gesundheit hängt davon ab ‒ ich will ja sicher, wie Du auch, lange und gesund ohne Krankheiten leben und fit bleiben. Mein Körper ist mein Kapital! Ich lerne täglich dazu und versuche auch, meinen Kolleg:innen oder ehemaligen Mitschüler:innen der Sportschule in Berchtesgaden bei Nachfragen mit Tipps und Tricks zur Seite zu stehen.

Meine Ziele für die Zukunft

Mein größtes Ziel ist es, mich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Die Olympischen Spiele 2018 in Pyeungchang könnten für mich noch etwas zu früh kommen.

Jedoch 2022 möchte ich definitiv am Start stehen und mein Bestes geben. Des Weiteren will ich mich fest im Weltcup etablieren und für die Welt- und Europameisterschaft qualifizieren. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich diese hoch gesteckten Ziele mit meiner jetzigen Ernährung erreichen kann, wobei diese mit Sicherheit noch nicht perfekt ist, aber mir die richtige Basis gibt, noch besser zu werden.

Zusammenfassung ‒ 3 Top Tipps, von denen Du im Leistungssport profitieren wirst

  • Die gesunde vegane Ernährung fördert Deine Regeneration und Fitness
  • Baue vermehrt gekeimte Lebensmittel in Deinen Ernährungsplan mit ein
  • Florian rät Dir, als Leistungssportler keine qualitativ schlechten/günstigen Lebensmittel zu konsumieren, um Dein Potenzial voll auszuschöpfen

Florian hat Dich dazu angeregt, über eine Umstellung zur veganen Ernährung nachzudenken? Wenn Du noch mehr Inspiration brauchst, dann lass Dich von dieser weiteren Story begeistern! Komm‘ auch gerne in unsere Facebook Gruppe Happy Vegans für mehr Inspiration und Motivation rund um die vegane Ernährung.

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