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Vegan Evolution: Warum vegane Lebensweise zur Normalität wird und alles andere keine Zukunft hat

Ist die vegane Lebensweise unsere Zukunft? Wird sie bald die normale Ernährungsweise für uns sein? Der Philosoph und Verleger Gerhard Höberth ist seit 35 Jahren Vegetarier und fast vegan.  Erfahre hier mehr über seinen Beweggrund und über seine tiefergehende Betrachtung dieser Lebensweise.

Gründe für und gegen eine vegane Lebensweise

 

Es gibt verschiedene Gründe, warum man sich für eine vegetarische oder vegane Lebensweise entscheidet:

  • Darunter recht simple: „Fleisch schmeckt mir einfach nicht.
  • wie auch etwas Komplexere: „Die Summe der gesamten Infrastruktur der Fleischproduktion ist für 51 % der Klimagase verantwortlich.
  • Oder „Wir verschwenden 80 % der weltweiten Agrarflächen für Viehfutter und könnten damit rein rechnerisch über 30 Milliarden Veganer ernähren.„.

Und es gibt Argumente gegen Veganismus, die manchmal auf den ersten Blick

  • durchdacht erscheinen „Die Evolution hat den Menschen zum Mischköstler gemacht, weshalb er nie ganz auf Fleisch verzichten kann.
  • und manchmal fast schon grotesk undurchdacht  „Wo soll denn das ganze Grünzeug herkommen, wenn alle nur noch Gemüse fressen? Da müssen wir dann noch mehr Regenwald abholzen für das ganze Soja.

Zu welchen Schlüssen kommt man aber, wenn man die gesamte materielle und geistige Genese des Kosmos in den Blick zu nehmen versucht.

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Fleisch schmeckt mir nicht!

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Als ich beschloss, Vegetarier zu werden, hatte ich einen simplen Grund: Mir schmeckte Fleisch nicht. Obwohl mir als Kind – wenn ich jetzt genauer darüber nachdenke – Fleisch doch schmeckte, solange ich noch nicht wusste, woraus es besteht.

Aber dann entdeckte meine Schwester am Esstisch meiner Großmutter ein kleines Kügelchen auf ihrem Teller (»Ach, das sind nur ein paar Schrottkörner, mit denen dein Onkel den Hasen erschossen hat.«) und ich ging zufällig in den Hof, als mein Großvater ein Huhn schlachtete (»Die laufen immer noch ein bisserl ohne Kopf rum, das sind nur die Nerven.«)

Als später in meiner Verwandtschaft ruchbar wurde, dass ich zukünftig auf Fleisch verzichten wolle, reagierten sie sehr einfühlsam (»Wir stechen am Samstag eine Sau ab, komm doch vorbei und hilf uns. Darfst sie dabei am Schwanz halten.«).

So gesehen war mein Empfinden, dass mir Fleisch nicht schmeckt, vielleicht doch psychologisch etwas komplexer. Aber ich wurde Vegetarier, zog in eine andere Stadt und änderte mein soziales Umfeld. Damit war das Thema für mich buchstäblich vom Tisch.

Was hält die Welt im Innersten zusammen?

Was mich mehr interessierte war, was die Welt im Innersten zusammen hält.

  • Wir schauen in astronomische Fernen und sehen, dass sich unsere Alltagserfahrung der Kausalität in einen höheren Zusammenhang der allgemeinen Relativität einordnen muss.
  • Wir schauen in die Tiefe und sehen, dass die von uns erfahrene Mechanik der Dinge aus einer prinzipiellen Unschärfe im Bereich der Quanten hervorgeht.
  • Wir schauen nach innen und sehen, dass sich die unsteten Inhalte unseres Bewusstseins vor dem Hintergrund eines absolut ruhigen Zeugens abspielen.
  • Wir schauen in die Vergangenheit und sehen, dass der Kosmos eine prinzipielle Entwicklungstendenz zu immer höherer Komplexität beinhaltet und die biologische Evolution nur eine Fortführung dieser Entfaltung auf immer neuen Ebenen ist. •
  • Wir blicken auf die materielle Komplexität unseres Gehirns und sehen, dass es eine Parallelität zwischen neuronalen Funktionen und geistigen Erlebnissen gibt.
  • Wir analysieren die Strukturen des Äußeren und erkennen, dass wir wissen, wie sich Materie verhält, aber nicht, was Materie im Grunde ist.
  • Wir analysieren die Strukturen des Inneren und erkennen, dass wir wissen, wie sich Geist verhält, aber nicht, was Geist im Grunde ist.

Die Fakten legen nahe, dass es Geist ohne Materie nicht gibt. Andererseits legen sie aber auch nahe, dass es Materie ohne Geist nicht gibt.

All das vereinigte ich in meiner Philosophie des „Evolutionären Idealismus„.

Geist ist Materie von innen. Materie ist Geist von außen.


Und was hat das jetzt mit veganer Lebensweise zu tun?

Diese Philosophie beinhaltet eine immanente Entwicklungsbewegung des Kosmos von unbewusst zu bewusst und damit einhergehend von rein sinnlich zu empathisch.

Eine ethische Lebensweise, welche die Interessen anderer Lebewesen mitberücksichtigt, ist in dieser Entwicklungslinie weiter fortgeschritten als eine, die das nicht tut.

Zudem erweist sich das biologische »Fressen und Gefressen werden« als eine zu überwindende Anfangsphase der Bewusstseinsentwicklung des Kosmos. Vegetarische und vegane Lebensweise ist daher die logische Konsequenz aus dieser Philosophie.

Das betrifft aber nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Kultur als Ganzes. Die übergeordnete Aufgabe lautet daher, den technologisch-kulturellen Kontext so auszurichten, dass vegane Lebensweise zur Normalität wird. Alles andere hat keine Zukunft.

Habe ich damit jetzt eine Berechtigung für jenen Chauvinismus gefunden, den Fleischesser den Vegetariern und Veganern immer vorwerfen? Schaffe ich damit eine Legitimation für jenen Missionierungsdrang, über den Fleischesser am Grill so gerne diskutieren? (»Der soll doch seine Gemüsespießchen essen und sich seine vorwurfsvollen Blicke sparen.«)

Meine Erfahrung ist eine andere

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Die Diskussionen starten meist die Karnivoren, weil jeder Anblick eines Veganers das schlechte Gewissen in ihnen rührt. Eigentlich bekämpfen sie – indem sie auf den angeblichen Missionierungsdrang des Pflanzenfressers einprügeln – diese ethische Grundgesinnung in ihrem Inneren, die mit ihrer Bewusstseinsentwicklung nach oben drängt und die sie unterdrücken müssen, um sich der Sucht des Fleischessens hingeben zu können.

Beim Anblick eines Menschen, der sich fleischlos ernähren kann, bricht die eigene Abwehr auf und man gerät in einen inneren Konflikt, der nach Außen projiziert und dort bekämpft wird.

Das ist gut so, weil es zeigt, dass sich im Inneren eine ethische Ausrichtung nach oben bewegt, auch wenn sie noch bekämpft wird. Der ideelle Kampf gegen Veganer ist ein verdeckter Ausdruck der eigenen Verbundenheit mit dem Lebendigen, ein noch pervertierter Ausdruck einer positiven Entwicklung zu mehr Empathie.

Leider bleibt diese Kampfbereitschaft bestehen, kurz nachdem man die Seiten gewechselt hat. Nun bekämpft man tatsächlich den Karnivoren, der man gerade noch war im außen und wird zum Veganmissionar, solange man noch die Unsicherheit bezüglich der neuen Lebensweise in sich spürt.

In dieser Phase bietet man ein reales Beispiel für den Missionierungsdrang, den die Fleischesser bei allen Veganern vermuten. Aber das gibt sich mit der Zeit und verschwindet, wenn diese neue Ernährungsweise normal wird.

Eine Gesellschaft von Fleischessern

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Momentan wird diese Tendenz zum Kampf aber noch dadurch verstärkt, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Fleischessen normal ist.

Als Fleischesser braucht man sich keine großen Gedanken um seine Ernährung zu machen. Man geht in den Supermarkt und kauft, was in den Regalen angeboten wird.

Als Veganer oder Vegetarier muss man sich ständig mit dem Essen beschäftigen. Was darf man essen, was nicht, was ist in diesem oder jenem Lebensmittel enthalten usw.?

Es wäre wünschenswert, wenn es bald umgekehrt wäre und wir diese Übergangsphase – die durchaus mehrere Jahrhunderte dauern kann – hinter uns lassen würden. Muss man sich erst einmal keine extra Gedanken mehr machen, wenn man kein Fleisch und keine tierischen Produkte konsumieren will, weil es normal ist, sind auch diese Konflikte vorbei.

Und auch wenn es derzeit wieder eine Retrobewegung der Grillmeister gibt

Der Mann ging immer schon zur Jagd, um die Frau zu ernähren,

sehe ich doch die Menschheit langfristig auf einem guten Weg, diese Evolutionsetappe zu meistern. Es ist nicht nur umwelttechnisch eine Notwendigkeit, wenn wir den Klimawandel in erträglichen Rahmen halten wollen.

Es ist auch eine vorherbestimmte Richtung in der kosmologischen Entwicklung, die wir einschlagen müssen, wenn wir weiterhin Teil dieses sich entwickelnden Universums sein wollen – wenn wir mehr sein möchten, als eine vernachlässigbare Randnotiz in der Geschichte dieses bewussten, lebendigen Kosmos.

Wer ist Gerhard Höberth?

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Gerhard ist seit über 35 Jahren vegetarisch und fast vegan. Nach einer Ausbildung zum Computertechniker arbeitete er als Gärtner, Schafhirte, in der Betreuung behinderter Kinder, als Technischer Zeichner und Illustrator.

Ende der 1980er Jahre an der Universität Wien Philosophie studierte. Seit 1984 ist er selbständig tätig als Illustrator, Autor, Philosoph, Astrologe, Computer- und Videokünstler.

Als Kind von der Mondlandung fasziniert, interessierte er sich brennend für Wissenschaft, Technik und Science Fiction. Als er das Buch „Easy journey to other planets“ erhielt, wurde der Wunsch, sich selbst solche Fähigkeiten anzueignen, zur Motivation, sich mit Bewusstseinstechniken und Religion auseinander zu setzen.

Daher las er bereits mit zwölf Jahren Bücher über Autogenes Training und Selbsthypnose, und eignete sich die Technik der Arm- und Beinlevitation an.

Mit 16 Jahren begann er zu meditieren und interessierte sich für alle Religionen dieser Welt. Dieses Interesse wurde durch Gespräche mit Mormonen, Zeugen Jehovas, Sannyasins, Krishnas, Kinder-Gottes, Moslems, Juden, Buddhisten, Scientologen und vielen anderen Vertretern von Glaubensgemeinschaften vertieft.

Links:

https://www.creastro.de/index.php/unsere-autoren/gerhard-hoeberth https://www.buchhandel.de/buch/9783939078043 www.hoeberth.de

Höre dir mein Interview mit Gerhard Höberth im Podcast an:

In dieser Episode hörst du:

  • Vorstellung Gerhard Hörberth
  • Empathie gegenüber Tieren
  • Pflanzen sind Lebewesen
  • Spiral Dynamics
  • Klimakrise
  • Brauchen Kinder Fleisch?

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