regeionale-superfood-blaubeeren

6 regionale Superfoods + Rezept

Superfoods wie Chiasamen, Matcha und Acai-Pulver sind die Renner, dabei gibt es zahlreiche regionale Superfoods, die optimal zu den Menschen, die dort wohnen passen.

Luisa stellt dir ihre 6 heimische Top-Superfoods vor und verrät dir zum Schluss ihr Lieblingsrezept  mit regionalen Lebensmitteln, die es in sich haben.

Kurzfassung:
Regionale Superfoods sind der Booster schlechthin. Mit diesem super Tipp  bist du trotzdem immer gut abgesichert, selbst wenn du gerade keine saisonale und regionalen Superfoods in der Nähe hast (z.B. im Winter)

Superfoods sind in

Sie sind nun schon seit einiger Zeit in aller Munde. Der Trend ist ungebrochen, jeder Supermarkt bietet sie an und Firmen schmücken ihre Produkte mit dem ansprechenden Prädikat. Restaurants und Cafes setzen auf sie, um vor allem die gesundheitsbewusste Kundschaft anzusprechen.

In Internetforen und auf Social Media Kanälen dürfen sie erst recht nicht fehlen. Die Rede ist von Superfoods. Doch sind Superfoods tatsächlich so super und können wir auch mit regionalen Superfoods super gesund leben?

Wenn man von Superfoods spricht, dann ist es meist um die Regionalität ziemlich schlecht bestellt. Gojibeeren aus China, Chiasamen aus Peru, Acai-Pulver aus Brasilien, Matcha aus Japan und Baobab aus Simbabwe.

Dabei kommen sie mit allerlei Heilversprechen daher. Sie würden etwa bei Krebs, Asthma, Ekzemen, Herzerkrankungen, einem hohen Cholesterinspiegel und vielem mehr helfen.

Rechtlich gesehen, dürfen diese sogenannten „health claims“ auf Produkten nur verwendet werden, wenn diese eindeutig wissenschaftlich erwiesen sind.

Und was können Superfoods wirklich?

Da es keine rechtlich bindende Definition für Superfoods gibt, fassen wir zunächst einige allgemein gültige Eigenschaften zusammen, welche ein Lebensmittel zu einem Superfood machen.

Anschließend können wir beurteilen, ob es auch regionale Lebensmittel mit Superfood-Charakter gibt.

Superfoods

  • haben meist eine starke antioxidative Wirkung. Dazu kann man den sogenannten ORAC-Wert hinzuziehen. Die Oxidative Radical Absorbance Capacity gibt an, in welchem Umfang freie Sauerstoffradikale eingefangen und somit die Zellen geschützt werden können.
  •  besitzen in der Regel einen sehr hohen Gehalt essentieller Nährstoffe. Dieser kann sich sowohl auf nur einen einzigen enthaltenen Nährstoff in sehr hoher Konzentration beziehen als auch auf eine sehr günstige Kombination mehrere Vitamine und/oder Mineralstoffe.
  • enthalten weitere gesundheitsförderliche Stoffe. Diese gehören häufig zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe.

Gerade die antioxidativen und oft auch entzündungshemmenden Effekte der Superfoods können wir uns als Sportler zunutze machen.

Sie unterstützen unseren Körper bestmöglich bei Regenerationsprozessen, regulieren und vermindern die vielen kleinen Entzündungen, die durch Belastung entstehen und können somit den Trainingserfolg vergrößern.

Dazu trägt natürlich auch die hohe Nährstoffdichte bei, die unsere Körperfunktionen optimal laufen lassen und unser Immunsystem pushen.

Und wie ist es nun um eventuelle regionale Superfoods bestellt?!

Ganz klar: Sehr gut!

Auch in unseren Breitengraden lassen sich Lebensmittel mit herausragenden Nährstoffprofilen finden, die somit unseren Speiseplan bereichern können. Hier also ein Überblick über eine Auswahl regionaler Superfoods:

Blaubeeren

 

  • Blaubeeren verfügen über hohe Mengen an Vitamin C und Flavonoiden.
  • Die darin enthaltenen Anthocyane wirken: entzündungshemmend, antikanzerogen, Diabetes-präventiv und beeinflussen die Augenfunktion positiv.
  • Sie haben einen hohen Gehalt an Gerbstoffen. Diese wirken leicht antibakteriell, schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Mehr erfahren: Superfood Beeren

Spirulina

spirulina-regionale-superfood-

  • Die Süßwasseralge weist einen Anteil von 70 % Eiweiß auf, welcher alle essentiellen Aminosäuren abdeckt.
  • Mit einem Gehalt von 129 mg Eisen pro 100 g versorgt sie dich schon durch die Aufnahme eines Teelöffels Spirulina pro Tag mit ca. einem Drittel (Männer) bzw. einem Viertel (Frauen) deines Eisenbedarfs.
  • Spirulina enthält reichlich Magnesium, die B-Vitamine Thiamin und Riboflavin, sowie das Antioxidans Beta-Karotin.
  • Spirulina wird mittlerweile sogar schon in Deutschland kultiviert.

Brokkoli

  • Das Kohlgemüse ist reich an Calcium, Beta-Carotin, Vitamin C, Magnesium, sowie Eisen und Kalium.
  • Brokkoli enthält Glucosinolate, vor allem Sulforaphan. Dies wirkt antioxidativ, antikanzerogen und unterstützt den Körper weiterhin bei Entgiftungsprozessen.
  • In Brokkolisprossen ist die Sulforaphan-Menge nochmals erhöht.

Leinsamen

  • Leinöl weist mit einem Gehalt von ca. 50 % Alpha-Linolensäure ein besonders günstiges Fettsäureverhältnis auf.
  • Omega-3-Fettsäuren lindern Muskelschäden und Entzündungsprozesse, verbessern die Flexibilität der roten Blutkörperchen und beeinflussen den Stoffwechsel positiv.
  • Die Samen enthalten außerdem Schleimstoffe, welche sehr wertvoll für unsere Verdauung sind.
  • Um von der positiven Wirkung zu profitieren, sollten sie in geschroteter Form oder als Öl (dann entfallen natürlich die Ballaststoffe) zu sich genommen werden.

Auch interessant: Wirkung von Leinöl: Bio Leinöl ist perfekt zum Abnehmen!

Wildkräuter: z.B. Brennnessel und Giersch

regionale-superfoods-brennessel

  • Wildkräuter sind generell sehr unterschätzte Nahrungsmittel, die jedoch sehr viele gesundheitsförderliche Aspekte mit sich bringen.
  • Brennnessel und Giersch sind geläufige Vertreter, die in der Regel leicht zu finden sind.
  • Die Brennnessel wirkt u.a.: harntreibend, entzündungshemmend, antioxidativ, blutdrucksenkend und herzschützend.
  • Sie enthält hohe Menge an Kalzium und Eisen, hochwertiges Protein und Flavonoide.
  • Giersch verfügt über einen hohen Kaliumgehalt, sowie viel Vitamin C, A und ebenfalls hochwertiges Protein.

Sauerkraut

  • 200 g Sauerkraut (roh!): deckt zu 70 % den Bedarf an Vitamin K, zu 18 % an Folsäure, 11 % an Pantothensäure und zu 40 % den Tagesbedarf an Vitamin C.
  • Das fermentierte Gemüse enthält reichlich Natrium, Kalium, Kupfer, Phosphor und Chrom.
  • Vitamin B2 und B6 reichern sich durch die Fermentation an.
  • Die vorhandenen Milchsäurebakterien verbessern unsere Darmgesundheit.

Noch mehr regionale Superfoods

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Luisa (@plant.power.lulu) am


Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere regionale Superfoods wie z.B.

und so weiter und so fort.

Warum regionale Superfoods Sinn machen

Doch um uns nicht mit zu viel Wissen auf einmal zu überfordern, beschränken wir uns zunächst auf diese Auswahl. Gesunde Ernährung soll schließlich keine komplizierte Wissenschaft, sondern alltagstauglich umsetzbar sein und Spaß machen.

Letztendlich gilt jedoch auch, dass keines dieser Lebensmittel die alleinige Kraft zur Gesunderhaltung oder sogar zur Heilung hätte.

Studien beziehen sich oft auf Nähstoffkonzentrationen der entsprechenden Superfoods, die wir in der normalen Ernährung gar nicht erreichen würden.

Auch werden sie meist nur einzeln betrachtet, sodass das Zusammenspiel unterschiedlicher Lebensmittel, wie es nun mal in unserem Lebensstil vorkommt und auch seine Vorteile mit sich bringt, nicht berücksichtigt wird.

Wohl konnte die Wissenschaft nachweisen, dass bestimmte Stoffe, die man in hohen Konzentrationen in den besagten Superfoods findet, gesundheitsförderlich sind. Wie wir jedoch auch festgestellt haben, lassen sich diese Lebensmittel auch regional, im besten Fall bei uns vor der Haustür finden.

Sinnvoll wäre es also, diese vorzugsweise regionalen Superfoods alltagstauglich in einen ausgewogenen, pflanzenbasierten Speiseplan zu integrieren. Dann können sowohl unser Köper als auch die Umwelt davon profitieren.

Mein regionales Superfood Rezept

Spirulina-Buchweizen-Blinis mit Rote Bete-Meerrettich-Creme und Apfel

regeionale-superfoods Rezept

Zutaten:

Für die Blinis:

  • 100 g Buchweizenmehl
  • 100 g Dinkelmehl Type 630
  • 300 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Apfelessig

Für die Rote Bete-Meerrettich-Creme:

  • 100 g Rote Bete
  • 100 g veganer Quark/Frischkäse
  • 2 TL Meerrettich
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Alternativ: fertiger Rote-Beete-Meerrettich-Aufstrich

Außerdem:

  • Spirulina-Granulat/-Flocken
  • 1 Apfel
  • Postelein (opt.)

Zubereitung:

Für die Blinis alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, je Blini ca. 1 EL Teig in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten pro Seite backen.
Für die Creme die Rote Bete mit den restlichen Zutaten pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Blinis mit der Creme bestreichen, mit je einer Scheibe Apfel belegen und der Spirulina toppen.
Auf Salat wie z.B. Postelein oder Rucola anrichten.
Genießen. Guten Appetit!

© Luisa Beerling von Plant Power

Du möchtest noch mehr über Superfoods erfahren? Hör dir den Podcast an oder melde dich zur 28 Tage Body Transformation an

Abonniere den Podcast auf Android! | Abonniere den Podcast auf iTunes!

Empfehlungen:


* Sämtliche Inhalte dieser Seiten sind keine Heilaussagen und ausschließlich informativ, sie sollen nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung genutzt werden. Mehr dazu hier.

*Dieser Beitrag enthält Werbelinks. Wenn du auf Links klickst, die ich empfehle, unterstützt du damit den Fortbestand dieses Blogs. Einige Links sind so genannte Empfehlungslinks. Du zahlst nichts extra. Aber falls du etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Ich empfehle nur Produkte, die ich selbst nutze, liebe und von denen ich überzeugt bin.