Die Planetary Health Diet: Nachhaltigkeit auf dem Teller für eine gesunde Zukunft (2024)

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Verfasst von Christian Wenzel

10. Februar 2024 / Lesedauer: 22 Minuten

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Das Wichtigste in Kürze:

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    Die Planetary Health Diet als Antwort auf globale Herausforderungen: eine vielversprechende Ernährungsperspektive für eine nachhaltige Zukunft. Sie ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für den Planeten.
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    Grundprinzipien: Die Ernährungsweise basiert auf pflanzlichen Lebensmitteln, reduziert den Fleischkonsum und fördert eine nachhaltige Lebensmittelproduktion.
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    Umsetzung im Alltag: Finde hier praktische Tipps zur Umsetzung, praxisorientierte Rezepte und eine regionale Kaffeealternative für einen bewussteren und gesünderen Lebensstil.

Wir schreiben das Jahr 2050. Die Weltbevölkerung hat die Marke von 10 Milliarden Menschen geknackt.

Damit stehen wir vor enormen globalen Herausforderungen: Umweltverschmutzung, Klimawandel und Nahrungsmittelknappheiten könnten die Lebensgrundlagen für uns und kommende Generationen bedrohen. 

Doch inmitten dieser Vorhersagen gibt es auch Hoffnungsschimmer.

Die Planetary Health Diet tritt als eine vielversprechende Perspektive hervor. Diese Ernährungsweise – geformt von einem tiefen Verständnis für die Verflechtungen von Mensch und Natur – bietet nicht nur eine Antwort auf die drängenden Fragen der Ernährungssicherheit, sondern auch auf die globalen Umweltprobleme.

Denn Nachhaltigkeit und Gesundheit beginnen auf dem Teller.

Das Konzept der Planetary Health Diet ist zugleich einfach und doch revolutionär: Pflanzliche Nahrungsmittel stehen im Mittelpunkt, Fleischkonsum wird reduziert, und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion wird gefördert.

Die Planetary Health Diet ist mehr als nur eine Ernährungsphilosophie. Sie ist eine Vision für eine gesündere, nachhaltigere Welt. Sie drängt uns, unsere Gewohnheiten zu überdenken und bewusstere Entscheidungen zu treffen — nicht nur für unseren eigenen Körper, sondern auch für den Planeten, den wir unser Zuhause nennen.

Was es im Detail mit der Planetary Health Diet auf sich hat, warum sie nicht komplett vegan ist, wie Du sie umsetzen kannst (inkl. praxisorientierter Rezepte) und meinen besten Tipp für eine regionale Kaffeealternative ganz im Sinne der Planetary Health Diet – das und mehr erfährst Du in diesem Blogartikel. 

Viel Spaß beim Lesen!

 
 
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Übersicht

Die Hintergründe der Planetary Health Diet

Nachhaltige Welt |

Klimaneutrales Deutschland

Bis 2045 ein klimaneutrales Deutschland – dazu verpflichtete sich die deutsche Bundesregierung und verschärfte die Klimaschutzvorgaben erheblich. Nun sind Politik und Wirtschaft gefragt, entsprechende Regelung wie eine CO2-Besteuerung zu treffen und Konsequenzen nicht länger zu scheuen.

Unausgeglichene Wohnsituation

Noch nie zuvor besaßen so viele Privathaushalte, nämlich ca. 77 %, ein Auto – mit steigender Tendenz zum Zweitwagen. Auch stieg die durchschnittliche Pro-Kopf-Wohnfläche auf ca. 47,7 Quadratmeter an.

Das Paradoxe ist: In Großstädten wie Berlin herrscht einerseits Wohnungsnot. Während also junge Familien verzweifelt ein Dach über dem Kopf suchen, leben andererseits vor allem Senior:innen in viel zu großen Einfamilienhäusern. Das ist nicht nur auf sozialer Ebene ungerecht. Diese Räumlichkeiten werden auch unnötigerweise beheizt.

Hohe Lebensmittel-Kosten

Ähnlich sieht das Ungleichgewicht im Bereich Ernährung aus: Warum werden gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte nicht von der Mehrwertsteuer befreit, um die Bevölkerung, vor allem einkommensschwächere Haushalte, zu entlasten?

Die Klimakrise

Die meisten Menschen wissen um die Gefahren des Klimawandels. Dennoch zeigt sich nur bei den allerwenigsten eine dauerhafte Verhaltensänderung. Dabei kannst Du schon mit kleinen Änderungen eine große Wirkung erzielen.

Doch aus Liebe zu unseren Kindern, den nachfolgenden Generationen, und unserer schönen Erde sollten wir uns aufraffen und unserer Bequemlichkeit einmal kräftig in den Hintern treten.

Das Argument „Ich kann als Einzelne:r ja eh nichts bewirken“ zieht nicht länger, denn wenn jede:r im Rahmen seiner bzw. ihrer Möglichkeiten nur einen kleinen Teil für mehr Nachhaltigkeit beiträgt, wirst Du staunen, wie viel sich tatsächlich verändern lässt.

Wachsende Weltbevölkerung

Weltbevoelkerung Entwicklung |
Prognose zur Entwicklung der Weltbevölkerung von 2010 bis 2100 (in Milliarden) — © Statista 2024

Die Weltbevölkerung wächst weiterhin stetig. Auch wenn die Geschwindigkeit in den letzten Jahren abgenommen zu haben scheint, werden wir wohl 2050 ca. 10 Milliarden Menschen sein.

Während wir in Deutschland und anderen Industrienationen mit den Auswirkungen einer überalternden Bevölkerung zu kämpfen haben, weisen zum Beispiel afrikanische Länder ein Bevölkerungswachstum von 5,28 % auf.

Um diese Anzahl an Menschen künftig mit ausreichend Nährstoffen zu ernähren, muss sich grundlegend etwas verändern.

Eine Ernährungswende ist somit unumgänglich. Und genau an diesem Punkt setzt das Konzept der Planetary Health Diet an.

Vegan Podcast: Die Ernährung der Zukunft — Planetary Health Diet

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Die Planetary Health Diet soll sowohl dem Menschen als auch dem Planeten guttun

Endlich gibt es nun eine Ernährungsformel, die nicht nur die Gesundheit der Menschen bewahrt, sondern zusätzlich die Umwelt schont.

Die von der EAT-Lancet-Kommission erarbeitete Planetary Health Diet soll genau die beiden ausschlaggebenden Komponenten, also die Landwirtschaft und die Ernährung, miteinander in Einklang bringen.

Veröffentlicht wurde dieser allgemeingültige Referenzplan im Jahr 2019. Er wurde von 37 unabhängigen Ernährungswissenschaftler:innen und Klimaforscher:innen aus aller Welt verfasst.

Das Ziel der Kommission war es, eine Ernährungsweise zu schaffen, die die Bedürfnisse der Menschen auf gesunde Weise erfüllt, während sie gleichzeitig die Belastungen für den Planeten minimiert. Diese Ernährungsweise soll nicht nur den aktuellen Generationen zugutekommen, sondern auch den kommenden Generationen eine lebenswerte Welt sichern.

Der Bericht umfasst sowohl soziale, ökonomische, aber auch ökologische Aspekte. So sollen pro Jahr etwa 11 Millionen vorzeitige Todesfälle durch chronische, ernährungsbedingte Krankheiten verhindert werden.

Planetary Health Diet Essen

Ist die Planetary Health Diet effektiv?

Zahlreiche Studien und Forschungsergebnisse stützen die Wirksamkeit der Planetary Health Diet.

Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist und den Konsum von Fleisch und tierischen Produkten reduziert, das Risiko für eine Vielzahl von Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs verringern kann.

Darüber hinaus können durch eine Umstellung auf eine pflanzenbasierte Ernährung Ressourcen eingespart und die Umwelt geschont werden.

Tägliche Kalorienzufuhr in der Planetary Health Diet

Die Planetary Health Diet ist auf eine tägliche Kalorienzufuhr von 2500 Kilokalorien ausgelegt. Es wird dabei nicht zwischen Mann und Frau unterschieden. Als Beispielperson werden zum einen ein 70 kg schwerer Mann und zum anderen eine 60 kg schwere Frau mit moderatem Aktivitätslevel genannt.

Es gibt konkrete Mengenangaben, aber auch Spannweiten, damit Menschen, die über einen entsprechend höheren oder aber auch niedrigeren Kalorienbedarf verfügen, die Mengen dann individuell anpassen können.

Diese Lebensmittel sollten täglich auf Deinem Speiseplan stehen

Die Grundprinzipien der Planetary Health Diet sind einfach, aber kraftvoll. Sie betonen den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen.

Gleichzeitig wird der Konsum von Fleisch und tierischen Produkten reduziert, um die Umweltbelastung zu verringern und die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Kohlenhydrate

Planetary Health Diet Kohlenhydrate

Unter die Kohlenhydrat-Lieferanten fallen zum einen Vollkorngetreide mit 232 g und stärkehaltiges Gemüse wie Kartoffeln oder Maniok mit 50 g.

Natürlich nimmt auch Gemüse einen großen Stellenwert ein mit ca. 300 g. Auch Obst sollte nicht fehlen mit 200 g.

Proteine

Planetary Health Diet Proteine

Vorwiegend solltest Du Hülsenfrüchte mit ca. 75 g sowie Nüsse mit 50 g integrieren.

Zu nebensächlichen Proteinquellen zählen Rind, Lamm und Schweinefleisch mit nur noch durchschnittlich 14 g pro Tag, Geflügel mit 29 g, Eier mit 13 g, Fisch mit 28 g sowie Milchprodukte mit 250 g.

Fette

Planetary Health Diet Fette

Ungesättigte Fettsäuren gilt es zu bevorzugen. Diese können entweder Oliven-, Raps-, Sonnenblumen-, Soja-, Erdnuss- oder Traubenkernöl entstammen. Die Menge sollte sich auf ca. 40 g belaufen.

Die Menge an gesättigten Fettsäuren entstammt entweder Palmöl, Schmalz oder Talg und beträgt ca. 11,8 g.

Die Planetary Health Diet in der Praxis

Solltest Du jetzt also wirklich jeden Morgen Deine Küchenwaage zücken und alles abwiegen? Ganz klar: Nein, das wäre überhaupt nicht alltagstauglich.

Den Planetary Health Diet Wochenplan haben Wissenschaftler:innen anhand von Statistiken und Hochrechnungen erstellt. Er dient nur als Orientierungshilfe.

Er ist auch nicht vollständig vegan, da eine vegane Ernährungsweise in manchen Teilen der Welt überhaupt nicht umsetzbar wäre. Die Vegetation lässt dies nicht zu oder auch die kulturellen Hintergründe.

Was muss sich also in der künftigen Ernährungsweise der Menschen verändern?

Drastisch weniger Fleischkonsum

Als Erstes muss sich der Verzehr von Fleisch drastisch reduzieren. Die Massentierhaltung ist der Klimakiller Nummer 1.

Nicht nur der hohe CO2-Ausstoß belastet die Umwelt. Auch die hohen Methan-Emissionen, die 23-mal so schädlich wie das CO2 sind, schädigen unsere Atmosphäre.

Aus moralischer Sicht sind die derzeitigen Lebensbedingungen die reinste Katastrophe. Die armen Tiere leben zusammengepfercht auf engsten Raum ohne Tageslicht, frische Luft oder ausreichend Bewegung. Einem Mastschwein beispielsweise bleiben gerade einmal 0,75 Quadratmeter zum Leben. Das entspricht der Größe einer Durchschnittsdusche.

Auch werden momentan 70 % der weltweiten Agrarflächen für den Anbau von Futtermitteln für Nutztiere beansprucht. Diese Getreidearten könnten jedoch den Menschen direkt als Nahrungsmittel dienen.

Mehr Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte

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Laut den Wissenschaftler:innen der EAT-Lancet-Kommission wird die Welt wieder grüner und gesünder, wenn es auch unsere Teller werden.

Der Anteil von Obst, Gemüse, Nüssen und auch Hülsenfrüchten soll stark gesteigert werden. Ihre gesunden Inhaltsstoffe beugen nicht nur gängigen Zivilisationskrankheiten vor, sondern ihr Anbau wie auch ihre Produktion kosten sehr viel weniger Ressourcen.

Minimierung des Zuckerkonsums

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Drittens sollte der Zucker auf ein Minimum reduziert werden. Absolut verständlich, da der momentane, sehr hohe Zuckerkonsum ausschließlich negative Effekte auf die Gesundheit der Menschen hat. Viele sind sich dessen leider überhaupt nicht bewusst.

Lies hier mehr zu gesunden Zuckeralternativen. Kleiner Spoiler: Agavendicksaft und Reissirup gehören definitiv nicht dazu. Erfahre hier mehr über die gesunden Zuckeralternativen Tagatose und Galactose.

Regionale und saisonale Ernährung

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Viertens: Es wird nur aufgetischt, was in der eigenen Region wächst und gerade Saison hat.

Die Planetary Health Diet legt großen Wert auf eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und -konsum. Dies bedeutet, dass wir uns bewusst für Lebensmittel entscheiden sollten, die unter fairen Bedingungen produziert wurden und die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Lokale, saisonale und biologische Produkte sind dabei besonders empfehlenswert.

In Deutschland beziehen wir 80 % unseres Obsts und unserer Hülsenfrüchte, 60 % unseres Gemüses und unglaubliche 96 % unserer Nüsse aus dem Ausland. Und das, obwohl unsere Breitengrade den heimischen Anbau erlauben würden.

Am sinnvollsten wäre es, wenn Landwirt:innen von der Viehzucht auf den Anbau pflanzlicher Produkte umsteigen würden.

Da dies jedoch nicht über Nacht geschehen kann und mit sehr hohen Kosten verbunden ist, bedarf es an dieser Stelle der Unterstützung der Politik durch Subvention. Beispielsweise würde der heimische Anbau die Treibhausgasemission und den Wasserverbrauch erheblich senken und umständliche Lieferketten vermeiden.

Planetary Health Diet Rezepte

In unserem Blogartikel „Vegane Planetary Health Diet Rezepte“ findest Du eine Vielzahl weiterer gesunder, veganer Planetary Health Diet Rezeptideen.

Kichererbsen-Omelette

Kichererbsen Omelette

Zutaten:

Für 1 Portion

  • 60 g Champignons (frisch)
  • 60 g Kichererbsenmehl
  • 1 EL Olivenöl
  • 120 ml Wasser
  • 120 g Salatgurke
  • 120 g Strauchtomaten
  • 3 TL Leinsamen, geschrotet
  • 2 g Backpulver
  • Kala Namak (Schwefelsalz)
  • Paprikapulver, Pfefer, Salz

Zubereitung:

  1. Teig vorbereiten: Das Kichererbsenmehl zusammen mit den geschroteten Leinsamen, Salz, Pfefer, Paprikapulver, Backpulver und dem Wasser anrühren und für mindestens 10 Minuten quellen lassen.
  2. Die Champignons in dünne Scheiben schneiden.
  3. Omelette braten: In einer Pfanne das Öl erhitzen und den Teig hineingeben. Abhängig von der Größe Deiner Pfanne den Teig auf 2 Omelettes aufeilen.
  4. Den Teig zunächst stocken lassen. Erst wenn er anfängt, auch auf der Oberseite fest zu werden, die Champignons hinzugeben. Falls Du die Champignons zu früh hineingibst, sinken diese auf den Boden der Pfanne durch und das Omelette ist schwieriger zu wenden.
  5. Wer den besonders intensiven Eier-Geschmack sucht, kann vor dem Wenden des Omelettes noch Kala-Namak, ein Schwefelsalz, über das Omelette geben. Da das Aroma von Kala-Namak unter Temperatureinfluss relativ schnell verfliegt, dieses wirklich erst kurz vor Schluss hinzugeben.
  6. Das Omelette von beiden Seiten knusprig braten.
  7. Das fertige Omelette mit frischer Salatgurke und Tomaten servieren.

Overnight Oats

Overnight Oats Planetary Health Diet |

Zutaten:

Für 1 Portion

  • 200 ml Haferdrink
  • 50 g Haferflocken
  • 1 kleiner Apfel (gerieben oder in kleine Stücke geschnitten)
  • 1 EL Leinsamen (geschrotet)
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 30 g Haselnüsse
  • 1 Handvoll Himbeeren oder Erdbeeren
  • 1 TL Zimt
  • Eine Prise Anis

Zubereitung:

  1. In einer Schüssel die Haferflocken, pflanzliche Milch, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse und Zimt vermengen.
  2. Füge eine Prise gemahlenen Anis hinzu und rühre alles gut um, damit die Aromen sich gleichmäßig verteilen.
  3. Die Schüssel abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  4. Am nächsten Morgen die Overnight Oats aus dem Kühlschrank nehmen und nach Belieben mit dem geriebenen oder kleingeschnittenen Apfel vermengen und mit frischen Beeren garnieren.
  5. Optional kannst Du noch etwas Zimt über die Overnight Oats streuen, um dem Geschmack eine zusätzliche Dimension zu verleihen.

Buddha-Bowl

Buddha Bowl

Zutaten:

Für 1 Portion

  • 175 g Brokkoli
  • 150 g Kichererbsen (gekocht)
  • 150 g Süßkartoffeln
  • 100 g Salatgurke
  • 40 g Zwiebel
  • 3 EL Wasser
  • ½ Zitrone
  • 10 g Tahin
  • 1 Prise Chili, getrocknet
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 Teelöffel Öl

Zubereitung:

  1. Öl in der Pfanne erhitzen. Kichererbsen, Süßkartoffel und Zwiebel in die Pfanne geben und für 15 Minuten braten, bis die Süßkartoffel gar ist.
  2. Brokkoli in einem kleinen Topf kochen.
  3. Das Gemüse mit Gurke vermengen.
  4. Für das Dressing das Tahin mit heißem Wasser glatt rühren und mit Salz, Pfeffer, Chili und Zitronensaft abschmecken.

Kritik an der Planetary Health Diet

Wie immer gibt es auch bei dem Konzept der Planetary Health Diet einige Kritikpunkte.

Der Ernährungsplan ist beispielsweise nur für 2500 Kilokalorien ausgelegt. Für körperlich hart arbeitende Menschen wäre das viel zu wenig, wohingegen Menschen mit einer hauptsächlich sitzenden Tätigkeit mehr als überversorgt werden.

Außerdem müssten Menschen auf der ganzen Welt, um den Vorgaben der Planetary Health Diet zu entsprechen, teilweise drastisch ihre Ernährungsgewohnheiten verändern. Ob dies realisierbar ist, wage ich zu bezweifeln.

Zudem wird argumentiert, dass eine nachhaltige Ernährung für viele Menschen finanziell nicht erschwinglich ist und dass der Zugang zu frischen, hochwertigen Lebensmitteln nicht überall gegeben ist.

Jedoch kannst Du durch den Anbau von Sprossen und Mikrogrün zuhause oder den greenyGARDEN HOME jederzeit für erntefrische, lebendige Nahrung sorgen.

Einige Menschen bemängeln auch, dass eine pflanzliche Ernährung nicht für jede:n geeignet ist und dass der Verzicht auf tierische Produkte zu Nährstoffmängeln führen kann.

Natürlich kann nicht von jedem Menschen weltweit dieser Ernährungsplan gleichermaßen umgesetzt werden. Das ist auch gar nicht das Ziel dieses Konzepts. Vielmehr soll es als Orientierungshilfe dienen.

Viel entscheidender ist die Vermittlung der Kernaussage, welche lautet: eine pflanzenbetonte Ernährung ist die Zukunft.

Der Übergang zur Planetary Health Diet

Vegane Falafel Planetary Health Diet

Steigere also Deinen Anteil an unverarbeiteten Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, und Hülsenfrüchten. Reduziere den Konsum tierischer Produkte auf ein Minimum und verzichte auf Zucker, um die Umwelt und Deine Gesundheit zu schonen.

Zudem solltest Du regionale und saisonale Produkte bevorzugen. Das heißt bei uns leider normal: keine Banane im Winter, auch keine Weintrauben oder Gurken.

Niemand verbietet Dir den Sonntagsbraten, nur solltest danach wirklich bei diesem bleiben. Derzeit verbraucht nämlich der durchschnittliche Deutsche ca. 60 kg Fleisch pro Jahr. Das ist einfach zu viel.

Am besten orientieren wir uns bei unseren lieben Großeltern. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche oder zu gewissen Anlässen gab es einen deftigen Braten vom heimischen Bauernhof, statt hier mal die Currywurst und da mal die Schinkenstulle.

Es galt: Klasse statt Masse.

Dahin sollten wir zurück. Denn wenn die Preise steigen und weniger produziert werden muss, können die Lebensbedingungen der Tiere auch verbessert werden.

Geheimtipp: Regionale Kaffeealternative

kruut Magic Brew

Ich darf Dir jetzt noch auflösen, was die beste regionale Kaffeealternative für mich ist: Magic Brew von kruut.

Ja, Du hast richtig gelesen: Magic Brew von kuut ist eine pflanzliche Kaffeealternative und kommt in einem schönen, kleinen, braunen Glas daher. Das sieht allein schon optisch toll aus.

Doch der Kaffee muss natürlich auch munter machen und schmecken. Dafür sorgt eine Mischung aus gemahlenen Löwenzahn- und Wegwartenwurzeln und heimischen Vitalpilzen. Durch das enthaltene Inulin, das beim Rösten entsteht, schmeckt er auch tatsächlich wie Kaffee. Er steckt voller Nährstoffe und sorgt für natürlichen Fokus ohne Koffein.

Das klingt jetzt vielleicht erstmal nicht so spannend, ist es aber! Denn erstens ist der Kaffeeersatz koffeinfrei und zweitens schmeckt er super, vor allem mit einer leckeren Pflanzenmilch.

Dafür hat die Kaffeealternative aber auch ihren Preis, nämlich 12,90 € für 75 g. Das ist zwar recht teuer, aber dafür ist der Drink regional, voller Wildkräuter und Adaptogene aus den Pilzen.

In Krisenzeiten, als die ursprüngliche Kaffeebohne schwer zu beschaffen war, mussten Alternativen gefunden werden. Für „Muckefuck“ wurden die Wurzeln verschiedener Wildkräuter, Getreidesorten oder Gerstenmalz sowie Baumfrüchte verwendet. Beim Rösten verwandelt sich das enthaltene Inulin in Oxymethylfurfurol, das dem Geschmack von Kaffee ähnelt, jedoch ohne Koffein. Dennoch bleiben die Nährstoffe und Proteine aus den Pflanzen im Getränk erhalten. Es belebt, schmeckt und stammt aus der Region.

Die optimale Zubereitung erfolgt mit einer French Press. Du gibst einfach 1-2 Esslöffel mit 200 ml heißem Wasser in die French Press, lässt es 5 Minuten ziehen und schlägst mit einer Milchalternative Schaum auf und gibst ihn zum wilden Kaffee hinzu. Vor allem im Winter ein Genuss!

Für mehr Alternativen für Kaffee, die sowohl unseren Planeten als auch unsere Gesundheit schützen, schau gerne bei diesem Blogartikel vorbei.

Fazit: Die Planetary Health Diet – eine zukunftsfähige Ernährungsform?

Globale Probleme wie Umweltverschmutzung, Klimawandel und Ernährungssicherheit erfordern dringende Maßnahmen. Die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen dieser Entwicklungen sind bereits spürbar.

Die Planetary Health Diet steht im Einklang mit den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung. Diese Ernährungsweise berücksichtigt die Ressourcenknappheit und die ökologischen Grenzen unseres Planeten.

Sie bietet nicht nur eine Möglichkeit, die Umweltbelastung zu verringern, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern.

Die Planetary Health Diet ist zwar kein Garant für Gesundheit und Du musst Dich auch nicht strikt an die Vorgaben halten, um gesund zu bleiben. Doch je näher Du einer auf unverarbeiteten Lebensmitteln beruhenden Ernährungsform kommst, umso gesünder lebst Du. Dies beweisen die sogenannten Blue Zones, in denen die Menschen überdurchschnittlich alt werden – und das gesund.

Die Planetary Health Diet ist nicht nur eine Ernährungsweise, sondern eine Lebensphilosophie, die uns dazu ermutigt, bewusste Entscheidungen zu treffen, die sowohl uns als auch unseren Planeten nähren und stärken.

Danke, dass Du Dich mit diesen Themen beschäftigst! 🌍🌎🌏💚

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