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Paleo vs Vegan

Paleo & Vegan – Miteinander statt gegeneinander

Paleo & Vegan – Miteinander statt gegeneinander

Willkommen im Vegan Podcast! In diesem Beitrag haben wir Ernährungsexperten Niko Rittenau und & Gründer der Paleo Convention Paul Seehorst zu Gast, die über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Paleo und Vegan sprechen werden.

Am Ende des Artikel spricht Unkas Gemmeker vom Bio360 Podcast über gesund und voller Energie mit viel Gemüse, Knochensuppe und Leber.

Über diese Themen sprechen wir im Interview:

  • Fleisch: Ab und zu Wildfleisch essen – was spricht dagegen?
  • Was kann der Veganer vom Paleonaer lernen?
  • Was kann der Paleonaer vom Veganer lernen?
  • Gemeinsamkeiten

Empfehlungen aus der Episode:

Bücher: 


Niko Rittenau & Paul Seelhorst

Paleo vs Vegan

Niko Rittenau

Mein Name ist Niko Rittenau und ich bin Bachelor der Ernährungsberatung mit den Schwerpunkten auf Ernährungsökologie und integrative Ernährungsprävention. Ich verbinde in meiner Arbeit meine Erstqualifikation als Touristikkaufmann und Koch mit meinem Ernährungswissen aus dem Studium, um nachhaltige und zukunftsträchtige Ernährungskonzepte zu entwickeln, die unsere wachsende Weltbevölkerung auf ressourcenschonende, gesunde und leckere Art und Weise ernähren können. Diese Vision und das Wissen dahinter unterrichte ich mit drei meiner Kollegen am Plant Based Institute sowie in meinen monatlichen Wochenendseminaren in Berlin. Außerdem habe ich mit Freunden von mir ein gekeimtes Müsli namens Keimster auf den Markt gebracht, das durch konsequentes Rausstreichen von Zwischenhändlern, Webebudgets und sonstigem Verpackungs-Schnick-Schnack bei hoher Qualität wesentlich günstiger als vergleichbare Müslis ist. Am Ende des Tages fügen sich alle meine Arbeitsbereiche – von meinen Kolumnen und Artikeln, über meine Seminare und meine Dozententätigkeiten bis hin zu meinen Produkten – in ein übergeordnetes Ziel ein: Den Menschen das Wissen und die Handlungskompetenz zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zu vermitteln und sie dabei dafür zu sensibilisieren, welche Auswirkungen unser Essverhalten auf unsere Gesundheit und das Wohlergehen des Planeten und aller Lebewesen hat.

 “Iss nichts was dir nicht schmeckt und iss nicht alles was dir schmeckt”


Paul Seelhorst

Mein Name ist Paul Seelhorst, Ich bin ein 32-jähriger Unternehmer aus Berlin und veranstalte jährlich das größte Europäische Event zum Thema Paleolifestyle. 2016 habe ich die erste Kombucha Brauerei in Rohkost- und Bio-Qualität in Deutschland gegründet. Seit meiner Kindheit habe ich mich rum geplagt mit gesundheitlichen Problemen. Ich hatte bei der Geburt so starke Neurodermitis, dass die Ärzte meinten, ich müsse bis an mein Lebensende Kortison schlucken. Mit mitte Zwanzig hatte ich dazu noch einen super stressigen Job am PC und meine Symptome wurden so schlimm und häuften sich, dass ich mir vornahm, alles stehen und liegen zu lassen, um eine Lösung für meine Gesundheit zu finden. Denn für mich korreliert wahres Glück mit Gesundheit.

So stieß ich damals nach einer langen, schulmedizinischen Odyssee auf alternative Medizin, Ayurveda und vegane Ernährung. Ich konnte aus allem viel ziehen und lernen und landete nach einer Kidneybohnenvergiftung (Ich hatte die Kidney Bohnen versehentlich roh gegessen), nach meiner veganen Phase am Ende schließlich bei Paleo. Seit diesem Tag, (das war in 2012) geht es mir von Tag zu Tag besser. Meine Symptome verschwanden zwar nicht alle komplett, jedoch lernte ich, sie mit den Umwelteinflüssen, denen ich meinen Körper aussetzte, zu kontrollieren.

“Wenn du Fleisch aus Massentierhaltung isst, dann machst du Paleo falsch.”

Paleo ist mittlerweile für mich ein Lifestyle. Es umfasst mehrere Säulen, die an der Gesundheit beteiligt sind und Ernährung ist am Ende nur noch ein kleiner Teil vom großen Ganzen. Im weitesten Sinne geht es um Nachhaltigkeit, artgerechte Tierhaltung, saisonale Lebensmittel und darum, dem Menschen in unserer heutigen Umwelt das persönliche Umfeld wieder so artgerecht wie möglich zu gestalten.

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Paleo:

  • Gesunder Lifestyle
  • Artgerechte Nahrung
  • Regional und Bio
  • Ziemlich nah an Rohkost
  • Verzicht auf Getreide
  • Entzündungsfördernde Nahrungsmittel vermeiden

Thema Fleisch:

  • Die Paleos achten am meisten darauf wie das Tier gelebt hat und aufgezogen wurde und sich ernährt.
  • Wie viel Fleisch hängt vom Lifestyle ab.
  • Alles wird runter gebrochen um ATP zu produzieren.
  • Paleo ist beides: Low Carb und High Carb je nach Regionalität
  • „An der heutigen Zeit können wir uns an Darwin orientieren. Survival of the fittest. Who fits the best. Wir sollten uns anpassen an die Ressourcen die wir haben. Durch den Prozess der Fermentation können wir selbst Gemüse und Obst haltbar machen.
  • Der überwiegende Teil der Welt sollte sich gut überlegen ob er sich den Luxus gönnen will sich überwiegend vegan zu ernähren. Stichwort: „Kalorienbilanz“

Wüste zu fruchtbarem Land 

Tiere in Symbiose mit Pflanzen um Wüste wieder fruchbar zu machen

Widersprüchlichkeiten im ganzen Konstrukt: 

Wir sind aus der Evolution ausgestiegen. Wir sind im Gegensatz zu früher.

18% der CO2 Emissionen werden von Tieren ausgestoßen

Getreide:
Wir wären von der Kultur nicht so weit gekommen wenn wir nicht angefangen hätten Getreide zu essen.Traditionelles Getreide (Fermentation, Erhitzen, Einweichen) macht durchaus Sinn,da sie dann mehr bioverfügbar sind.


Vegan:

  • Nichts vom Tier konsumieren und was vom toten Tier kommt
  • Getreide wird gegessen

Getreide:
Sind von der kalorischen Dichte optimal gestaltet um die Weltbevölkerung zu füttern. Es müssen wenige Ressourcen dafür verbraucht werden. Problem: Sind die billigen Brötchen vom Discounter um die Ecke …


Gemeinsamkeiten Paleo & Vegan

  • Vollwertige Ernährung
  • Gesunder Schlaf
  • Viel Bewegung
  • Keine Milchprodukte
  • Wenig Zucker und wenig raffinierte Gemüse
  • Keine Pestizide, keine Antibiotika, keine Zusätze, keine Transfette
  • Gute Fette über Nüsse, Samen, Algen
  • Genügend Protein
  • Bio, regionale und frische Lebensmittel
  • Beide wollen keine Massentierhaltung und kein Tierleid
  • Fermentierte /traditionelle und gekeimte Lebensmittel
  • Keine Zusatzstoffe in der Ernährung
  • Wir achten um den Lifestyle drum herum
  • Wir kämpfen gegen die gemeinsamen Feinde (Big Pharma, Massentierhaltung)

Getreide:

  • Getreide sollte nicht GMO verändert werden.
  • Nehme Getreide fermentiert, erhitzt und eingeweicht zu dir.
  • Glykämische Last beachten. Hier beachten: FII – Food Insulin Index ist der wichtigere Index.

Was halten wir von Austern?

  • Nicht empfindungsfähige Weichtiere
  • Sie binden grosse Mengen CO2 in der Schale
  • Sie säubern das Wasser
  • Es werden keine Pestizide verwendet zum Züchten

Vollblut Veganer mit Ausnahmen mit Unkas Gemmeker

Unkas Gemmeker im Eisbad

Du interessierst dich für das Thema? Dann höre hier den Podcast mit Unkas Gemmeker über gesund und voller Energie mit viel Gemüse, Knochensuppe und Leber:

Teil 1

Teil 2

Ultimativer Tipp: Wenn es dir nicht gut geht, suche dir einen guten Therapeut und mache einen großen Bluttest:

Empfehlungen:

Christian Wenzel zu Gast im Bio360 Podcast:

Teil 1 im Vegan Podcast:

In dieser Episode:

  • Wie Christian vom schüchternen Jungen zum agilen Unternehmer wurde.
  • Wie schafft es die Lebensmittelindustrie ihre Nahrung so günstig zu verkaufen?
  • Was ist der Preis, den wir für billiges Essen zahlen?
  • Warum wir uns nach Fast Food schlecht fühlen.
  • Wie Du Dich heute noch wirklich gesund ernähren kannst.
  • Brauchen wir wirklich exotische Lebensmittel im Supermarktregal?
  • Warum vegane Nahrungsmittel nicht per se gesund sind.

Teil 2 im Bio360 Podcast:

In dieser Episode:

  • Warum Du lokale und saisonale Lebensmittel kaufen solltest.
  • Wie die Nahrung neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer versuchen kann.
  • Warum ausgerechnet hierzulande so minderwertige Nahrung gekauft wird.
  • Wie sollte die optimale Ernährung für uns aussehen?
  • Warum die Produkte im Bio-Supermarkt auch nicht immer empfehlenswert sind.
  • Warum unsere Bequemlichkeit an der minderwertigen Ernährung Schuld ist.
  • Was haben Veganer und Fleischesser gemeinsam?

Gesund und voller Energie mit viel Gemüse, Knochensuppe und Leber

Spätestens ab Mitte dreißig lässt uns unser Körper spüren, wenn wir einem ungesunden Lebenswandel nachgehen. Und das ist auch gut so. Die ersten Alarmsignale geben uns ein Zeichen, dass wir nicht ohne Konsequenzen Raubbau an uns betreiben können und bewusster Leben sollten. Dazu gehört vor allem auch, sich fortan gesünder zu ernähren.

Welche Maßnahmen können wir ergreifen, um wieder in unsere alte Energie zu kommen? Wie sieht eine ausgewogene Ernährung aus, die dazu beiträgt, dass wir kraftvoll und gesund wieder zurück ins Leben finden?

Unser Interviewgast Unkas Gemmeker hat mit seinem Podcast “Bio 360 – Zurück ins Leben” die Charts in den Kategorien Gesundheit, sowie Fitness und Ernährung bis auf die vordersten Plätze gestürmt. In seinen sehr unterhaltsamen und zugleich lehrreichen Episoden berichtet er von seinem Weg, als er gesundheitlich ganz unten war und sich selbst mit Hilfe von autodidaktischem Studium, Biohacking-Methoden, Selbstexperimenten und verschiedensten Therapieansätzen aus der Schul- und Alternativmedizin einen umfangreiches Erfahrungsschatz angehäuft hat, der so manchen anderen Gesundheitsexperten in dem Schatten stellt.

So ist es kein Wunder, dass es ihm durch die konsequente Anwendung der für ihn wirkungsvollsten Maßnahmen wieder blendend geht. Nicht zuletzt durch seine ausgewogene Ernährung, die allerdings nicht streng vegan ausgerichtet ist, strotzt Unkas heute vor Gesundheit und Energie.

Wir geben dir eine Übersicht über seine Erfahrungen, Erkenntnisse und Ernährungstipps, die Unkas auf seiner Reise zurück in ein gesünderes Leben voller Energie gesammelt hat:

  • Lasse dich als erstes von einem Mediziner durchchecken, um herauszufinden, ob mit deinen Körperwerten alles in Ordnung ist. Therapeuten, die sich auf dem Bereich funktioneller Medizin spezialisiert haben sind die richtigen Ansprechpartner.
  • Führe eine Vollblutanalyse durch. Lasse dich untersuchen, ob dein Körper mit Umweltgiften belastet ist, deine Schilddrüsenhormone ausgewogen sind, oder ob du ausreichend mit Magnesium und Vitamin D versorgt bist. Erst mit der Erkenntnis, dass deinem Körper an einem bestimmten Nährstoff mangelt oder ein Hormon aus der Balance geraten ist, kannst du gezielte Maßnahmen in Angriff zu nehmen, um diesen Missstand zu beheben.
  • Manche Körperwerte lassen sich mit Selbsttest-Kits, wie von Lykon oder Cerascreen in Eigenregie zu Hause checken. Für aufwändigere Untersuchungen empfiehlt sich auf jeden Fall der Besuch bei einem Arzt.
  • Eine rein vegane Ernährung kann viele körperliche Beschwerden auflösen, die durch den vormals ungesunden Lebenswandel entstanden sind. Durch eine strikte, roh-vegane Kost, die Unkas zunächst befolgt hat, gingen Entzündungen und eine damit in Zusammenhang stehende Arthritis zurück. Jedoch haben sich die Symptome seiner chronischen Erschöpfung nicht gebessert. Ein Ausweg aus dieser Krankheit brachte erst der Umschwung zu einer ketogenen Paleo-Ernährung, die auch tierische Produkte einbezieht.
  • Der Großteil seines Speiseplans beinhaltet rohes und gekochtes Gemüse, wobei Unkas vornehmlich auf Wildkräutern, Sprossen, Algen und Brokkoli zurückgreift.
  • Sein Tipp, um dem optimalen Nährstoffgehalt aus der Brokkoli zu ziehen ist es, ihn drei Minuten zu dünsten und einige Stücke rohen Brokkoli bzw. Rettich beizugeben. So kann das darin enthaltene, entzündungshemmende Sulforaphan weitaus besser vom Körper aufgenommen werden.
  • Unkas achtet bei Kauf auf hochwertige Bio-Qualität, hoher Nährstoffdichte und geringem ökologischem Fußabdruck. Er bezieht seine Produkte ausschließlich in Bio-Qualität und von lokalen Herstellern, zu denen er eine persönliche Beziehung pflegt. So weiß er sogar, auf welchen Böden seine Nahrungsmittel wachsen.
  • Um ein ausgewogenes Mikrobiom im Darm zu pflegen, lässt er das Gemüse weitgehend ungewaschen.
  • Veganer stehen vor der besonderen Herausforderung sich über eine rein pflanzenbasierte Nahrung in ausreichendem Maße mit essentiellen Nährstoffen, insbesondere Omega 3, Vitamin B12, aber auch Vitamin D und K2 zu versorgen. Tierische Produkte sind daher eine sinnvolle Alternative zur ansonsten notwendigen Supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Der Konsum von tierischen Produkten beschränkt Unkas dabei vornehmlich auf Knochenbrühe und Leber von grasgefütterten Weidetieren aus lokalem Anbau.
  • Knochenbrühe und Leber sind wenig nachgefragte und daher sehr günstige ‘Abfallprodukte” aus der tierverarbeitenden Industrie und daher ohne allzu große ethische Bedenken genießbar.
  • Die Knochenbrühe gilt als ein Superfood. Sie ist besonders reich an wertvollen Aminosäuren, Spurenelementen und Kollagen. Kollagen schützt wirkungsvoll vor Alterungserscheinungen wie und wirkt vorbeugend gegen Arthritis. Darüber hinaus enthält es wertvolle Bausteine für schönere Nägel, Haare und Haut.
  • Das sich in der Knochenbrühe bei Kochprozess herauslösende L-Glutamat unterstützt den Aufbau einer schützenden Darmschleimhaut und hält so das Leaky-Gut Syndrom in Schach. Eine durch chronische Entzündungen verursachte erhöhte Darmpermeabilität ist Ursache für eine Reihe von Allergien, Autoimmunerkrankungen bis hin zur chronischen Erschöpfung.
  • Eine Knochenbrühe muss für einen Zeitraum von 20 bis 72 Stunden köcheln, damit sich die Nährstoffe vollständig herauslösen können. Um den Energieverbrauch und die Emissionsbelastung zu minimieren empfiehlt sich die Zubereitung in einem Slow-Cooker.
  • Die Leber ist für Unkas die “kompakteste Nährstoffbombe” aller Nahrungsmittel. Es enthält besonders viel Nährstoffe, wie sämtliche B-Vitamine und weitere wertvolle Spurenelemente. Sofern die Leber von grasgefütterten Weidetieren stammt, kann eine mögliche Schadstoffbelastung minimiert werden. Ob ein recht hoher Anteil an HDL-Cholesterin, fettlöslichen Vitamin A, z. B. für Schwangere problematisch ist und ob die darin enthaltenen Nährstoffe nicht einfach durch pflanzliche Nahrungsmittel abgedeckt werden können, lässt sich kontrovers diskutieren.
  • Nicht alles was Vegan ist, ist unbedingt gesund. Viele erliegen dem Irrglauben, dass Seitan, Couscous, Soja und andere Getreideprodukte Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sind. Es gilt mehr denn je, sich selbst zu informieren, was wirklich gesund ist und was nur ein gutes Gewissen gibt.

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