Jackfruit Fleischersatz im Fitness Check (+ Burger Rezept!)

Lesedauer: ca. 5 Minuten

  • Jackfruit kommt ursprünglich aus Süd-Asien, und kann bis zu 35kg schwer werden.
  • Die Jackfruit eignet sich besonders vor dem Krafttraining als Energielieferant und stellt sicher, dass du dein Training auf einer nährstoffreichen Grundlage absolviert.
  • Für den Fleischersatz wird die Jackfruit als unreife Frucht geerntet und anschließend gebraten. Aus ihr sollen sich vegane Gerichte herstellen lassen, die noch stärker an ihr fleischiges Pendant erinnern, als die gängigen Fleischersätze.

Endlich! Eine Frucht als Fleischersatz, die auch noch nach Fleisch schmeckt! Jetzt erfährst du alles zur Jackfruit als Fleischersatz, und ob die Jackfruit tatsächlich in Sachen Fitness, Soja, Lupine und Co. das Wasser reichen kann. Nicole Kampmann hat sie für uns getestet.

Die Kurzform: Jackfruit ist als Proteinquelle als Ersatz für Lupine und Soja nicht geeignet und ist in erster Linie ein sehr schmackhafter Fleischersatz und Energielieferant. Für leckere Rezepte und Burger absolut zu empfehlen. Hier kannst Du Jackfruit Fleischersatz erwerben.

Jackfruit als Fleischersatz

Jackfruit ttt

Vor einigen Monaten habe ich einen Beitrag bei Galileo gesehen, der von einer mir bis dahin unbekannten Frucht handelte: der Jackfruit. Auch Jackfrucht oder Jakobsfrucht genannt. Die Jackfruit kommt ursprünglich aus Süd-Asien und ist heutzutage in tropischen Gefilden zu Hause. Sie kann bis zu 35 kg schwer werden.

Aus ihr sollen sich vegane Gerichte herstellen lassen, die noch stärker an ihr fleischiges Pendant erinnern, als die gängigen Fleischersätze.

Ihre Farbe, Geruch und nicht zuletzt Konsistenz begeisterten in dem TV-Beitrag auch überzeugte Fleischliebhaber. Immer auf der Suche nach neuen Rezepten und durch meine Neugier auf unbekannte Zutaten war mein Interesse geweckt.

In ihrer Heimat wird sie als reife Frucht geerntet. In diesem Zustand hat sie einen süßen Geschmack, der laut einigen Quellen an eine Mischung aus Banane und Ananas erinnert.

Für unseren Zweck, sie als Fleischersatz einzusetzen, muss sie unreif geerntet worden sein. Um genießbar zu werden, wird sie gebraten oder geschmort oder in Salzlake eingelegt.

Aussehen:

Es handelt sich um eine große Frucht, von bis zu 90 cm mit einer genoppten grün-gelben Schale. Ein wenig erinnert ihr Äußeres an eine gigantische Lytschie. Unter ihrer harten Schale befinden sich gelbe Fruchttaschen, welche in ihrer Heimat kleingeschnitten als Snacks auf Straßenmärkten verkauft werden. Die Kerne aus ihrem Inneren werden dort häufig geröstet und anstelle von Bohnen und Reis als Beilage gegessen. In Indien werden sie zu Mehl verarbeitet.

Geschmack und Konsistenz:

Jackfruit

Die Jackfruit ist im unreifen Zustand geschmacklich eher neutral und bekommt, ebenso wie Fleisch, ihren Geschmack durch Gewürze und Marinaden. Das Besondere an ihrer Beschaffenheit ist, dass sie scharf angebraten eine Kruste bekommt und durch ihre faserige Struktur sehr an den Geschmack und die Konsistenz von Fleisch erinnert.

Nährwerte:

Die Jackfruit ist reich an Mineral- und Ballaststoffen. Auf 100g enthält sie:

  • 70g Kalorien,
  • 1g Eiweiß,
  • 0,4g Fett,
  • 15g Kohlenhydrate,
  • 4g Ballaststoffe.

Energielieferant:

Die Jackfruit eignet sich besonders vor dem Krafttraining als Energielieferant und stellt sicher, dass du dein Training auf einer nährstoffreichen Grundlage absolvierst.


Jackfruit Burger Rezept

Verschiedenste Gerichte von Burgern, über Gulasch bis hin zu Pulled Pork können mit der Jackfruit imitiert werden. Richtig mariniert und zubereitet schmeckt sie super und der Phantasie sind kaum mehr Grenzen gesetzt.

Bisher habe ich die „Jackfruit Natur“ von dmBio und die „Jack´s Fruchtfleischwürfel“ der Marke GoVinda von Alnatura getestet. Die Packung bei dm enthält 200g vorgekochte Jackfruit. Sie ist geschmacksneutral und muss gründlich mariniert werden, bevor sie zum Fleischersatz weiter verarbeitet werden kann.

Jackfruit Burger |

Das erste Rezept mit Jackfruit, das ich ausprobiert habe war ein veganer Pulled Pork Burger mit selbstgemachter Barbecuesauce. Hierfür habe ich das Produkt von GoVinda verwendet.

Die Packung enthält 218 g Jackfruit, sowie eine Gewürzmischung zum Marinieren. Der Hersteller verspricht, zu 100% biologische Quellen zu verwenden und sich an EU-zertifizierte Standards zu halten.

[Zutaten 100 % Fruchtfleisch von jungen Jackfrüchten, Gewürzmischung (Paprikapulver, Salz, Tomatenchips, Zwiebelpulver, Sellerie (getrocknet), Pfeffer (gemahlen)] Nährwerte pro 100g Energie252kJ / 60kcal Fett0,3g davon gesättigete Fettsäuren0,1g Kohlenhydrate11,6g davon Zucker0,7g Eiweiß1,9g Salz1,03g Ballaststoffe9,6g

Du benötigst:

Für die Barbecue-Sauce:

  • 2 Saftorangen
  • 1 Stück Ananas (ca. 125 g Fruchtfleisch)
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 EL Rapsöl
  • 200 ml Ketchup
  • 4 EL Ahornsirup
  • 2 EL Worcestersauce
  • 2 getrocknete Chilischoten

Für den Burger:

  • 1 Dose Jackfrucht-Stücke (aus dem Asia-Laden, etwa 560 Gramm)
  • 1 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  •  Rapsöl
  • Burgerbrötchen
  • Salatblätter
  • Gurke
  • 1 Tomate
  • Radieschen

Die Zubereitung:

Für die Sauce: die Orangen halbieren und auspressen. 100 Milliliter Saft abmessen. Ananas schälen und das Fruchtfleisch klein würfeln. Die Zwiebeln schälen und fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln dazugeben und unter Rühren andünsten.

Das Fett bis auf etwa 1/2 TL aus der Pfanne abgießen.Ananas, Ketchup, Ahornsirup, Orangensaft, Worcestersauce und Chilischoten zu den Zwiebeln in die Pfanne geben. Alles zum Kochen bringen und etwa fünf Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.Ein Sieb über eine Schüssel hängen. Die Sauce hineingeben, mit einer Kelle durch das Sieb streichen und abkühlen lassen.

Für den Burger: Schalotten und Knoblauchzehe abziehen. Die Schalotte in schmale Streifen schneiden, den Knoblauch fein hacken. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebel hinzugeben und bei mittlerer Hitze andünsten. Anschließend den Knoblauch und die Jackfrucht-Stücke hinzugeben und für etwa sechs Minuten scharf anbraten.

Die Barbecue-Sauce mit in die Pfanne geben und für weitere 15 Minuten bei niedriger Hitze weiter köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Burgerbrötchen toasten, die Salatblätter waschen und abtropfen lassen. Radieschen, Gurke und Tomate in feine Scheiben schneiden. Jackfrucht in feine Fasern teilen, die Brötchenhälften mit dem Gemüse und , der „Pulled Jackfrucht“ belegen, zusammenklappen.

Dazu passen Kartoffel-Wedges.

Geschmacklich hat mich dieses Gericht sehr überzeugt und ich kann das Rezept nur empfehlen. Durch die Ananas in der Barbecuesauce erhält man einen süßlichen Geschmack, was mir als ehemaligem Hawaii-Toast-Junkie nur zu gelegen kommt.

Tipps:

Wer seine Hauptspeise lieber deftig mag, kann das Rezept einfach abwandeln und die süßen Zutaten weglassen/ersetzen. Ein guter Tipp  ist, die Jackfruit nach dem Braten und dem Auseinanderzupfen, in den Backofen zu stellen.

Hier wird sie in 8-10 Minuten bei 180 Grad Umluft noch knuspriger und bekommt ein leckeres Röstaroma. Ich habe zudem etwas Liquid Smoke über mein Pulled Pork geträufelt. Das Ergebnis hat mich und die Kollegen, die ein bisschen probieren durften, überzeugt.

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Eignet sich Jackfruit als Proteinersatz?

jackfruit-aussehen

Das Fazit – schmackhafter Fleischersatz mit gewissen Schwächen

In meinem Test ist klargeworden, dass die Jackfruit durch ihren Geschmack punktet und als schmackhafter Fleischersatz in verschiedenste Gerichte passt.

Wer ein bisschen Recherche im Internet betreibt, stößt auf zahlreiche Ideen, sie einzusetzen und auch der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Die Nährwerte der Jackfruit ähneln, aufgrund vieler Ballast- und Mineralstoffe, denen einer Kartoffel. Die Jackfruit kann euch also super Energie liefern und ist besonders vor dem Krafttraining geeignet, eure Kraftreserven aufzufüllen.

Um volle Leistung beim Training zu erbringen, kombiniert ihr sie am besten mit einer proteinreichen Beilage. Denkt daran, zwischen der Mahlzeit und dem Trainingsbeginn genügend Zeit vergehen zu lassen, damit euch das Essen nicht schwer im Magen liegt und euch einschränkt.

Als Proteinquelle ist die Jackfruit nicht geeignet und kann auch in Bezug auf weitere Nährstoffe nicht mit gängigen Fleischersätzen mithalten.

Sie liegt in Puncto Eiweiß, Eisen, Vitamine weit hinter anderen gängigen Fleischersätzen, wie beispielsweise Lupine oder Soja und dem daraus hergestellten Tofu.

Daher ist sie in erster Linie ein sehr schmackhafter Fleischersatz und Energielieferant.

Bei aller Liebe für den guten Geschmack und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Jackfruit sollte nicht vergessen werden, dass ihre Ökobilanz ähnlich schlecht ist, wie die von Fleisch. Sie wird abgepackt und um die halbe Welt geflogen, somit tut man der Umwelt nichts Gutes, indem man sie zu häufig kauft.

Deswegen sollte man auf ökologisch-fairen Anbau achten und die Jackfruit in Maßen genießen. Wenn ihr also bewusst konsumiert, habt ihr mit der Jackfruit einen sehr leckeren Fleischersatz, der auch Omnivore überzeugt. Viel Spaß beim Kochen und Ausprobieren.


 Wo kann man Jackfruit kaufen?


Meine erste Begegnung mit der Jackfruit hatte ich auf einem Streetfood-Festival und wusste danach, dass ich sie auch gerne mal selbst zubereiten möchte. Bis zu meinem ersten Kochversuch vergingen weitere Monate, da sich die Beschaffung der Frucht schwierig gestaltete.

Im Asialaden meines Vertrauens gab es nur reife Jackfruit-Stücke, die nicht als Fleischersatz taugen und beim Obst- und Gemüsehändler bot man mir zu einem hohen Preis, an den ich mich nicht mehr erinnere, an eine zu bestellen.

Damit war die Idee, Jackfruit zu einem veganen Gericht zu verarbeiten erstmal vertagt, blieb aber in meinem Hinterkopf.

Mittlerweile bekommt man sie bei DM und in zahlreichen veganen Onlineshops, was ich als meinen Startschuss verstand, sie endlich selbst zu kochen.


Lies auch: 5 Gründe warum der Beyond Meat Burger ungesund ist 


Quellen:

Vegan Podcast – Die Top 10 veganen Fitness Trends

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***Alle vorgestellten Partner und Produkte kenne ich persönlich und habe ich persönlich getestet. Manche Partner (nicht die hier vorgestellten) zahlen mir eine kleine Unkostenpauschale, weil ich zu Ihnen fahre, um mich persönlich von der Qualität zu überzeugen.