Extremsport Fahrrad: Die besten Strategien von Franz Preihs für unmenschliche Leistungen

Lesedauer: ca. 6 Minuten

Interview mit Franz Preihs: Veganer Extremsport und die besten Strategien für dich

Franz Preihs ist ein Sportler mit vollstem Herzen und eine Leitfigur im veganen Extremsport in Österreich. Kürzlich hat er im Podcast von Christian Wenzel seine besten Strategien rund um das Thema Veganer Extremsport, Ernährung und mentale Höchstleistung verraten.

In diesem Beitrag erfährst du mehr über den Extremsportler Franz Preihs und wie er sich auf ein 5000 km Fahrradrennen vorbereitet, wie er sich vegan ernährt, auf welche Tools er setzt und was du von ihm für dein Leben lernen kannst.


Hier geht es zum Podcast Interview mit dem veganen Sportler Franz Preihs:

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Top 7 Tools des Champions

Als erstes schauen wir uns direkt mal die Top Tools von Franz Preihs an, die ihm geholfen haben bzw. weiterhin dabei helfen, stets sein bestes zu geben:

Und im folgenden Interview verrät er uns die besten Strategien für unmenschliche Leistungen.

Wer bist du und wie kam es dazu, dass du heute als Extremradsportler unterwegs bist?

Wer ich bin? Hmm… das ist schon fast eine philosophische Frage. In erster Linie ein ganz normaler Typ der sich gerne bewegt, eine gewisse Freiheitsliebe hat, sich in der freien Natur wohler fühlt, als in der urbanen Hektik und schon früh mit kompetitivem Sport in Berührung kam.

Das hat mich über all die Jahre begleitet und mich sicher auch geprägt. Im Grund genommen hab ich auch nicht die größte Freude mit dem Begriff „Extremsportler“ – vielmehr würd ich das was ich jetzt ausübe eher als „EXTREM AUSDAUER SPORT“ oder „extreme endurance“, wenn man Anglizismen verwenden möchte, bezeichnen.

Das war ein schleichender, stetig wachsender Prozess der auch immer mit einer gewissen Neugierde einher ging.

Die Frage nach dem „was kommt danach – wie weit kann ich gehen“ war und ist nach wie vor eine entscheidende Kraft welche mich antreibt.

Was bedeutet es überhaupt, ein wie du es sagst „extrem endurance“ Athlet zu sein? Wie muss ich mir diese Sportart als Laie vorstellen?

extremsport fahrrad franz preihs

Es geht mir letztlich darum physiologische als auch psychologische Grenzen auszuloten und im Idealfall ein wenig nach oben zu verschieben. Radrennen welche über 1000 Kilometer, 2000 Kilometer oder 5000 Kilometer nonstop gehen sind in gewisser Art und Weise auch ein Grenzgang mit ungewissem Ende.

Es geht um den Umgang mit sich selbst, seinen Zweifeln, Ängsten, Hoffnungen und Träumen – sowie um das Zusammenspiel von Geist und Körper.

Lebst du von dem Sport oder womit verdienst du deinen Lebensunterhalt und was macht die Person Franz Preihs darüber hinaus?

Ich lebe nicht vom Sport. Ich habe glücklicherweise sehr treue und supportive Sponsoren welche mir das „sportliche Leben“ erleichtern – sei es durch Ausrüstungsgegenstände oder Barmittel. Im „zivilen“ Leben betreibe ich zusammen mit einem Pharmazeuten eine Firma welche im Pharma Bereich agiert. Weiteres betreibe ich auch ein EMA Personal Training Center.

Darüber hinaus ist die Person Franz Preihs seit mittlerweile 13 Jahren verheiratet. Ich lebe mit meiner Frau und unserem Amercian Stafford „Murphy“ am Stadtrand von Graz und versuche die Zeit welche mich nicht beruflich oder sportlich fordert sehr bewusst und gemütlich im Kreise meiner „kleinen aber feinen“ Familie zu verbringen.

Du hast während des Rennens einen Arzt, ein Auto und ein komplettes Team mit dabei. Wie kostspielig ist das?

Wenn wir auf „Tour“ gehen, dann ist das schon ein richtiger Tross. In den USA (beim Race across America) habe ich dann schon zwischen 10 und 13 Personen mit.
Preislich ist das natürlich eine Herausforderung.

Da kommt schon eine Summe zusammen mit der man sich im Alltag ein schönes Mittelklasse Auto kaufen könnte. Für alle die einen kleinen Beitrag dazu leisten wollen, können einen „FRANZ PREIHS SUPPORTER“ Sticker erwerben. Der kommt mittels Autogrammkarte per Post und kann um 8,- Euro oder bei mir erworben werden. Die Aktion nennt sich „#seilieb“ und es gibt dann auf meiner Facebook Seite auch eine feine Galerie der ehrenwerten Personen, die mich auf meinem Weg zum fünften Race Across America unterstützen.

Wie schaffst du es, diese extremen körperlichen und mentalen Anstrengungen zu meistern?

Ich glaub es ist eine Mischung aus Fokusierung, Sturheit und Motivation. Ein „sportliches Projekt“ beginnt immer mit einer Idee. Diese spiele ich dann im Geiste durch und versuche abzuwägen ob es körperlich und auch finanziell zu bewältigen ist.

Wenn aus der Idee dann ein Ziel wird – beginne ich eigentlich recht sachlich mit der Vorbereitung.

  • Budgetierung
  • Trainingsplan
  • Zeitmanagement

Wenn alles soweit hergerichtet ist – gibt es einen Fahrplan bis zum Rennen, den ich dann auch so gut wie nur irgendwie möglich einhalte. Natürlich braucht man auch ein gewisse Grundflexibilität um auf unplanbare Ereignisse zu reagieren.

Aber alles in Allem versuche ich dann den eingeschlagenen Weg mit aller Konsequenz zu bestreiten.

Gerade durch die Doppelbelastung „Sport und Beruf“ ist die Einplanung von qualitativ hochwertigen Regenerationszeiten sehr, sehr wichtig. Das war auch ein Prozess, der viel Disziplin erforderte. Man muss als Extremsportler auch NEIN sagen können. Das betrifft das berufliche Umfeld und auch das private.extremsport vegan fahrrad franz preihs |

Was einem klar sein sollte und sicher auch bald klar werden wird, wenn man diesen Weg einschlägt: ALLES GEHT NICHT. Viel Geld – Viel Freizeit – sportlicher Erfolg und beruflicher Erfolg – eine glückliche Partnerschaft. Das in Kombination wird wohl für sehr viele Athleten eine Illusion bleiben. Irgendwo muss man Abstriche machen und es obliegt jedem Menschen selbst wie er seine Wertepyramide gestaltet und wo er bereit ist Abzüge zu akzeptieren.

Strategien und mentales Training: Welche Strategien und Tools nutzt du und kannst du auch anderen Athleten empfehlen?

Tja. Im Grund genommen ist das gar nicht so kompliziert. Neben den allgemein gängigen Autosuggestionstechniken, ist es bei mir zu einem Großteil eine Art antrainierte Verbissenheit. Es gibt viele Tage wo auch ich die Motivation nicht mit Löffeln gegessen habe. Setze mich aber trotzdem auf das Rad und absolviere mein Training. Laissez Faire gibt’s nicht. Oft hilft es weniger zu grübeln und besser zu TUN.

Warum machst du das alles?

Hmmm… Wie oben schon erwähnt ist die Suche nach dem eigenen Grenzen ein entscheidender Faktor. Die Frage „wie weit kann ich gehen … wann ist Schluss“ beschäftigt mich schon sehr lange.

Dazu kommt dann noch der kompetitive Aspekt den ich seit frühester Kindheit kenne und lebe. Das Messen mit anderen. Der Wettkampf im klassischen Sinn. Und obwohl ich es oft verfluche: auch die Zeit der Entbehrungen und Vorbereitungen – die ganze Hektik im Vorfeld eines Großprojektes. Das ist mittlerweile schon fast ein fixer Bestandteil meines Lebens geworden.

Solange das „Feuer“ in mir brennt sehe ich da auch keinen Grund irgendwo kürzer zu treten.

Was ist das für ein Gefühl am Ende eines Rennens?

Ich denke, dass dies jeder Athlet anders empfindet. Bei mir ist da meistens eine Leere. Keine großartigen Emotionen oder andere Empfindungen. Meistens bin ich froh dass die Schinderei vorbei ist und ich mich endlich in ein Bett legen kann. Die Endorphine und der Stolz auf das Erreichte stellt sich meistens erst ein paar Tage nach der Zielankunft ein.

Wie sieht es denn während eines solchen Rennens mit dem Schlafen aus?

Der Schlaf an sich ist ein sehr komplexes Kapitel. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse und Erwartungen an seinen Schlaf. Ich brauche zum Beispiel im Alltag sehr viel Schlaf (8 Stunden mindestens) – kann aber bei Bedarf (in Wettkampfsituationen) mein Schlafbedürfnis extrem in den Hintergrund stellen.

In Extremfällen wie beim Race Across America sind das dann in 10 Tagen subsummiert maximal 8 Stunden Schlaf in Summe.

Das ist natürlich auch zu einem großen Teil eine mentale Strategie und mittlerweile auch schon mit sehr viel Erfahrungswerten verknüpft. Ich schicke dann Körper und Geist in einen Wettkampfmodus und merke dann auch, dass meine physiologischen Empfindungen ganz anders sind, als im Alltag.

Kommen wir zum Thema vegane Ernährung: Wie bereitest du dich auf ein Rennen ernährungstechnisch vor? Verfolgst du einen bestimmten Ernährungsplan?

Believe it or not…. es gibt keinen Ernährungsplan. Ich esse saisonal und regional – achte auf qualitativ hochwertige Lebensmittel – setze Fleischersatzprodukte nur sehr, sehr sporadisch ein und versuche einfach ausreichend bilanziert zu sein.

Den Calorie Intake stimme ich auf die Länge und Intensität des Trainings ab – weil ich doch schon einen recht ökonomisierten Stoffwechsel habe. Das heißt im Klartext:

Langes Training = mehr Essen = mehr Kalorien
Kurzes Training = weniger Essen = weniger Kalorien

Und wie sieht deine vegane Ernährung während des Rennens aus?

Ich beginne 3-4 Tage vor dem Rennen die Ernährung auf „flüssig“ umzustellen um mich und meine Verdauung daran zu gewöhnen und behalte dass dann während der Renndauer bei. Flüssig heißt, alles was sich ohne Kauen trinken oder schlucken lässt. Das sind beispielsweise Isotone und Hypertone Getränke, Smoothies, Obst und Gemüsesäfte, Proteinshakes.

Welche Nährstoffe beachtest du besonders und wieso?Bio Rüben Herz benötigt zwei Stunden, um seine Wirkung zu entfalten

Im Alltag vor allem VITAMIN C in hoher Dosierung, Selen, Zink, Magnesium sowie OMEGA 3, 6 und 9. Mit dem komm ich ganz gut zu recht. Dazu verwende ich unter anderem die Säfte von fitrabbit* und das vegane high Protein Brot von Smart Bread.

*Mit dem Gutscheincode GQL-437 erhältst du übrigens einen Rabatt in Höhe von 5 Euro im fitrabbit Online Shop.

Du trinkst ja auch keinen Alkohol, nimmst keine Drogen, rauchst nicht und kombinierst das alles mit veganer Ernährung. Warum verfolgst du das so konsequent?

Ach… das eine hat mit dem anderen eigentlich gar nichts zu tun. Ich bin in der HARDCORE MUSIK Szene mehr oder weniger aufgewachsen oder wurde besser gesagt sozialisiert. Dort war STRAIGHT EDGE (also die Lebensweise) schon immer ein Thema.

In meiner „Sturm und Drang“ Zeit mit 16, 17 Jahren – wo ich auch auf Parties ging und Alkohol getrunken habe – hatte ich (das Gegenteil zu behaupten, wäre gelogen) auch sehr lustige Abende. Aber letztendlich hatte ich an einem verkaterten Sonntag immer das Gefühl dass es sich nicht „richtig“ anfühlt für mich. Ich hasste diesen Zustand der „Post-Party-Intoxication“.

Zusammen mit der Musik und der Attitude den Straight Edge Bands ergab sich dann für mich irgendwie ein passendes Gesamtkonzept in dem ich mich wohl fühle.

Klare Gedanken und die Gewissheit meine Entscheidungen immer im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte zu fällen sind für mich ein deutlicher Mehrwert.

Veganismus ist eine ethische Grundhaltung. Diese zu diskutieren würde den Rahmen dieser Unterhaltung sprengen. Letztendlich fühle ich mehr Empathie gegenüber Tieren als Menschen. Simpel – für manche vielleicht verstörend – aber die Wahrheit.

Wenn du jetzt nicht im Wettkampf bist, wirst du dir auch mal was gönnen ausser Smoothies und Gels?

Ohhh jaaaa…. Ich liebe PIZZA!

Was möchtest du noch loswerden?

Ich freue mich immer über Besuch auf meinen Facebook Seiten – ich beiße nicht: wenn jemand Fragen hat kann er mich gerne kontaktieren und einen Supporter Sticker ordern. – FREE THE CAGES!

Danke an Franz Preihs für diesen wertvollen Einblick in sein Leben! Wenn du jetzt noch mehr über das Thema Extremsport und Veganismus erfahren willst, hat Franz Preihs dir hier exklusive seine Champion Tools und Bücher zusammengestellt:

 

Und wie du ganz persönlich mit Fasten und Freeletics
ein komplett neues Energielevel erreichst, erfährst du hier: Zum Beitrag.

 

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