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Die Kuhmilchlüge – warum du auf pflanzliche Milchalternativen umsteigen solltest

Hi! Mein Name ist Marie. Milch war für mich immer schon ein Thema. Ich habe Kuhmilch geliebt, das kannst du mir glauben. Nichts ging ohne den täglichen Magerquark, Käse oder Joghurt.

Vertragen habe ich Milch aber nicht, was ich mir aber lange nicht so richtig eingestehen konnte. So oft plagten mich nächtliche Bauchkrämpfe, ich bekam Hautunreinheiten wenn ich viel Milch trank und fühlte mich irgendwie flau im Magen und schon als kleines Kind musste ich aufgrund von Neurodermitis auf eine milchfreie Diät umsteigen.

Im folgenden Artikel berichte ich nicht nur von gesundheitlichen Aspekten, sondern thematisiere allerlei Hintergründe, die mich bewegten auf eine pflanzliche Milchalternative umzusteigen und sich auch für dich lohnen könnten.

Höre hierzu auch Vegan Podcast Q&A: Milchprodukte und Eier sind schädlich für dich.

Von grasenden Kühen und frischer Kuhmilch hin zu Milchersatz

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Milch macht müde Männer munter. So heißt es in dem 1950 ausgestrahlten Werbeslogan der westdeutschen Milchwirtschaft. Milch sei gut für den Knochenbau, versorge uns mit Kalzium und sei gut für unsere Darmgesundheit.

Das ist uns schon seit Kindertagen bewusst gemacht worden. Seit geraumer Zeit ist Kuhmilch ein fester Bestandteil unserer westlichen Ernährung und wird vor allem seit den 90er Jahren für ihre gesundheitlichen Vorteile gelobt und empfohlen. Seit dem verheißt uns die Milchpackung frische Bauernmilch von glücklichen Kühen auf grünen Weiden. Ist es auch noch die gute Bio-Alpenmilch haben wir keinerlei Bedenken mehr, um das positive Image unserer Kuhmilch. Kühe geben doch sowieso Milch. Oder?

Was ist an dem uns propagierten Bild der Milch wirklich dran.

„Kannst du deine Gesundheit tatsächlich täglich durch ein Glas Milch verbessern?“

Und warum solltest Du stattdessen auf eine pflanzliche Milchalternative umsteigen, wenn du deine Gesundheit, das Tierwohl und die Umwelt schützen möchtest?

Laktosetoleranz – eine einstige Mutation

Vor etwa 7900 bis 7450 Jahren nahmen [] erstmals Menschen im heutigen Rumänien und Ungarn Kuhmilch-lüge-vegane-milch-reismilch-kokosmilich-hafermilch-pflanzenmilch-milchersatz-milchalternativen-4-e1538146860502Milchprodukte zu sich.*

“Warum wir Milch trinken“

Davor war es äußerst unüblich Milch zu trinken, da der in der Milch enthaltende Zucker „Laktose“ vom Menschen ursprünglich nicht abgebaut werden konnte. Alleine Babys und Kleinkinder besaßen das Enzym Lactase, das den Zucker in der Muttermilch spaltet.

Der Rest der Menschheit hatte damals im wahrsten Sinne des Wortes eine Kuhmilchallergie. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass der Mensch evolutionär gar nicht für einen Milchkonsum gemacht wurde.

Erst mit dem Durchsetzten eines bestimmten LCT-Gens vor 8000 Jahren, welches verhindert dass die Lactase-Produktion in Kinderjahren eingestellt wird, kam der Durchbruch der Kuhmilch.

Ein weiteres Lebensmittel, das zudem sehr fett- und proteinhaltig war, erweiterte unsereNahrungsvielfalt und ernährte und sättigte den Menschen. Eine Genmutation, die für die europäische und nord- und mittelamerikanische Bevölkerung in Hungersnöten Gold wert war. Bis nach Asien setzte sich die Mutation der Laktosetoleranz, aber nicht durch, weshalb noch heute die wenigsten Asiaten Kuhmilch vertragen.

Das steckt heute hinter dem Tetrapack Kuhmilch

Damals ein Überlebenselixier, ist Milch heute ein sehr billiger Rohstoff, der sich inzwischen nicht nur in reinen Milchprodukten wiederfinden lässt. Von dem einstigen Naturprodukt ist in den deutschen Supermärkten nichts mehr zu finden. Ultrahocherhitzt, pasteurisiert, fettreduziert und homogenisiert.

Ein Überangebot an Milchwaren herrscht vor, denn unsere Kühe sind inzwischen wahre Hochleistungsmaschinen. Mit südamerikanischem Soja gefüttert, künstlich besamt und produktiv. Wir trinken Milch von Kühen die dauerhaft schwanger sind, denn ohne Kalb auch keine Milch und ohne Milch keine Existenzberechtigung im Sinne der Industrie.

Eine Kuh die tatsächlich noch auf der Weide grast, Hörner hat und glücklich ist, findet man wohl nur noch in der Milka Werbung oder auf einigen wenigen privaten Almhöfen. Diese liefern ihre Milch aber mit geraumer Sicherheit nicht an die großen Molkereien, die unsere Supermärkte füllen.

Nicht einberechnete Kosten der Milchproduktion

Der Boom der Milchindustrie, schlug sich aber auch in anderen Bereich nieder. Negativ. So ist tiergerechte Haltung in Betrieben mit tausenden von Kühen im logistischen und finanziellen Sinn schlichtweg nicht möglich.

So leiden Bauern unter den tiefen Milchpreisen, veranlasst durch den ständigen Effizienzdruck der Milchindustrie. Umweltschäden sind nicht in den Rechnungen des Millionengeschäfts bedacht. Und aktuelle Gesundheitsbedenken, die in Verbindung mit dem Konsum von Milch stehen, werden kaum veröffentlicht.

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Wer genau trägt nun aber die wahren Kosten des Milch-Trinkens?

Der Landwirt

Im Dezember 2017 liegen die Milchpreise bei durchschnittlich 18 Cent pro Liter. Sie befinden sich damit auf dem tiefsten Stand seit dem Rekordtief vom April 2016.*

Der Fokus liegt auf Quantität nicht auf Qualität. Immer und immer mehr sollen die Milchbetriebe produzieren um die niedrigen Preise halten zu können.

Eine Überproduktion liegt vor, die ein wahres Preisdumping verursacht. Die Milchproduktion hat sich in den vergangenen 50 Jahren vervielfacht – und das, obwohl es heute viel weniger Milchkühe und Milchbauern gibt als früher.

„Noch 1950 erbrachte eine Milchkuh etwa 2500 kg Milch. Heute sind es rund 10000 kg jährlich“*

Kann ein Landwirt mit diesen Produktionszahlen nicht mithalten, muss er aufhören oder vergrößern. Den Strukturwandel überlebten nur die größten Betriebe, mit den meisten Kühen und der billigsten Milch. Das zeigt die Statistik.  Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der Betriebe fast halbiert.

Nur wer den Quantitätssinn verinnerlicht hat und immer maschineller und tierunfreundlicher arbeitet, kann am europäischen Markt verdienen und wird subventioniert. Der Rest wird aussortiert. Da in Zukunft noch mehr Menschen auf dem Weltmarkt deutsche Kuhmilch trinken sollen, muss die Produktion in Zukunft noch mehr steigen und der Milchpreis weiter sinken.

Die menschliche Gesundheit

Wenn es um gesunde Ernährung in Bezug auf die menschliche Gesundheit geht, spalten sich die Geister wie in keinem anderem Thema. Fast halbjährlich konkurrieren sich Studien, die die positiven Aspekte der Milch darlegen und schließlich widerlegen. Wem und was kannst du hierbei deinen Glauben schenken?

Fakt ist (hierbei beziehe ich mich auf H-Milch), dass ein Großteil der in der Milch enthaltenden Vitamine durch Erhitzungsverfahren zerstört werden, um die Milch zu desinfizieren und bis zu 6 Monate haltbar zu machen. Das Protein der Milch denaturiert dabei und der Milchzucker löst bei vielen Menschen Unverträglichkeiten aus.

Milchfett treibt den Insulinspiegel des Menschen in die Höhe und ein erhöhter Insulinspiegel steht mit Volkserkrankung wie Übergewicht und Arteriosklerose in Verbindung. Die in der Milch enthaltenen Hormone und Wachstumsfaktoren sind eigentlich dazu da, ein Kalb in möglichst kurzer Zeit zu einer tonnenschweren Kuh heranzuziehen.

„Wie also soll ein ausgewachsener Erwachsenenkörper mit solch einem disbalancierten Hormonspiegel umgehen?“

Derzeit wird daran geforscht, ob die in der Milch enthaltenden Wachstumshormone nicht nur die gesunde Zellbildung fördern, sondern auch für ein begünstigtes Wachstum von Tumor- und Krebszellen verantwortlich sind. Vor allem Fortpflanzungsorganen wie Eierstöcke, Gebärmutter und Hoden, sowie Brust und Prostata sollen dabei betroffen sein.*

Ein weiterer unbestreitbarer Aspekt der den Konsum von Kuhmilch fraglich macht, ist der Medikamentenrest in der Milch, der durch die unvermeidliche Zufütterung von Antibiotika miteingeht. Tausende von Kühen können ohne den Einsatz von Medikamenten kaum zusammen gehalten werden. Ist eine Kuh krank, sind es alle.

Schlussendlich gibt es kaum ein Lebensmittel, mit einem derartig hohen allergenen Potential.* Kein anderes Lebewesen der Erde trinkt die Muttermilch einer anderen Spezies. Vor allem in einer Zeit in der die Fülle an Lebensmittel den Milchkonsum unnötig macht.

 Die Tiere

Leider kann man vor allem die ethischen Aspekte der Milchkuhhaltung nicht ignorieren. Milchkühe müssen zuerst einmal kalben bevor sie Milch geben. Dafür werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet und sind somit fast ihr ganzes Leben schwanger. Kühe geben also nicht selbstverständlich Milch, dies ist ein wahrer Irrglaube.

Alleine die Effizienz und die Milchleistung einer Kuh steht im Vordergrund, in einem Kreislauf aus Dauerschwangerschaft, artwidrigen Haltungsbedingungen und wahrer Hochleistungsarbeit. Doch eigentlich sind Kühe sensible, neugierige Tiere. Für nur einen Liter Milch muss der Euter einer Kuh mit einer halben Tonne Blut durchspült werden, dadurch erleiden die Kühe oft Euterinfektionen.

Ein Grund, weshalb das Trinken von Rohmilch, unerhitzt, als risikoreich gilt. Die Milchproduktion gleicht einem Extrem. Können die Milchkühe diesen Anforderungen nicht mehr standhalten, wird ihr Leben nach durchschnittlich 5, statt üblichen 18 bis 25 Jahren, in einem Schlachthof beendet.*

Besonders bedenklich ist zudem die Rinderhaltung. Trotz der engen natürlichen Bindung zwischen Mutterkuh und Kalb, werden diese schon nach wenigen Stunden getrennt und die Kälber an Kälbermastbetriebe verkauft. Dies ist für die Tiere traumatisch. Die männlichen Kälber sind eine Art Abfallprodukt der Milchindustrie, denn es ist finanziell kaum rentabel sie am Leben zu halten.

Nach wenigen Wochen werden die Jungtiere geschlachtet und zuvor einer äußerst eisenarmen Mangeldiät in Einzelhaltung unterzogen. Von der so übermäßig produzierten Muttermilch bekommen die Kälber nicht zu Gesicht. Diese wird alleine dem Menschen vorbehalten.

Die Umwelt

Die Umwelt ist selten ein Diskussionsthema wenn es um den Verzehr von Milchprodukten geht. Auf lange Zeit berechnet trägt sie aber den größten Kostenfaktor der massiven Billigmilch-Produktion. Die Massentierhaltung zählt zu den Hauptursachen für die Belastung der Gewässer und des Trinkwassers, sowie für gefährlichen Rückstände, synthetischer Düngemittel, Pestizide und Nitrate im Boden.

Das Exportgeschäft der Milch nach Asien und Afrika heizt das Millionengeschäft mit Düngemitteln wie Glyphosat stark an und fördert außerdem den Futteranbau genmanipulierter Pflanzen. Bereits 40 Prozent der Mais- und Sojakulturen in Deutschland stehen unter Glyphosat-Einsatz, um es möglich zu machen, Millionen von Tiermägen zu füllen.

Die erhöhte Milchproduktion Deutschlands und der westlichen Länder animiert sogar die Landwirtschaft Brasiliens, Argentiniens und der USA mehr Soja- und Mais anzubauen. Schuld ist der lohnenswerte Import dieser Futtermittel. Regenwald wir abgeholzt und zu Ackerflächen der Monokulturen. Soja- und Mais wird zu einem Mastmittel, dass ausschließlich die Tröge der Massentierhaltung speist.

So verstärkt der Milchkonsum der westlichen Welt den Hunger in den Entwicklungsländern, da nicht genug Getreide für die ansässige Bevölkerung produziert werden kann.* Nicht zu vergessen sind die massiven Mengen an Gülle, die Trinkwasservergiftungen durch erhöhte Nitratwerte auslösen. Nitrat wird im Körper zu Nitrit und steht im Verdacht stark krebserregend zu sein.

Die Liste der Umweltschädigungen ist lang. So sind weiterhin der enorme Wasserbedarf derMilchindustrie und die Luftverschmutzung durch Methangas der riesigen Rinderpopulationen ein Problem. Eine Kuh trinkt bis zu 80 Liter Wasser am Tag und Methan gilt als 10-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid.

Was du als Verbraucher gegen den übermäßigen Milchkonsum tun kannst

Nachfrage bestimmt den Markt. Ein bewusster Milchkonsum oder besser der Verzicht auf Kuhmilch-lüge-vegane-milch-reismilch-kokosmilich-hafermilch-pflanzenmilch-milchersatz-milchalternativen-2Kuhmilchprodukte hilft dasprofitgesteuerte Geschäft mit der Milch in ihre Schranken zu weisen. Du kannst aber nicht vollständig auf die Milch zum Müsli, die Butter auf dem Brot, oder die Mayo zum Burger verzichten? Kein Problem!

Wie gut dass es eine Vielzahl an wohlschmeckenden Milchalternativen gibt! Sojamilch, Hafermilch, Mandelmilch… oder Reis-, Hanf-, Haselnuss- und Lupinenmilch.

Die Liste der Pflanzendrinks ist lang und verlängert sich von Jahr zu Jahr. Es bleibt aber nicht dabei. Inzwischen ist  jedes klassische Milchprodukt auch als vegane Variante erhältlich.

Ich habe sogar bereits bevor meiner Ernährungsumstellung auf Vegan, lieber Soja- und Hafermilch getrunken, weil sie mir besser schmeckte und ich keinen grummelnden Bauch oder plötzlichen Akneausbruch zu fürchten hatte.

So essen auch viele meiner Freunde, trotzomnivorer Ernährung, gerne Sojajoghurt, weil man geschmacklich keinerlei Einbuße zu befürchten hat.

Kuhmilch vs. Sojamilch

Milchersatzprodukte gibt es in jeder Preisklasse und aus den unterschiedlichsten Pflanzen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Doch wie sieht es mit den Nährwerten aus? Kann der gängigste Milchersatz, die Sojamilch, mit normaler Kuhmilch mithalten?

Vergleicht man Makronährstoffe wie Fett, Kohlenhydrate und Proteine kommt man auf ein ziemlich ähnliches Ergebnis. Beide liegen je nach Marke etwa auf gleicher Höhe und auch dieKalorienbilanz ist etwa gleich. Kuhmilch verfügt über einen höheren Kalziumgehalt, Sojamilch hat dafür 0% Cholesterin. Des Weiteren ist eine Vielzahl an Pflanzendrinks mit Kalzium angereichert.

Pflanzenmilch für Sportler

Der Fitnessmarkt wurde in den letzten Jahrzenten überflutet von Nahrungsergänzungsmitteln, Pülverchen und Diätkonzepten. Ganz hoch im Kurs steht auch hier die Milch.  Whey, Casein, Magerquark wurden hochgelobt wie nie. Protein ist notwendig um Muskeln aufzubauen. Das ist klar.

„Spielt die Eiweißquelle hierbei aber eine so große Rolle?“

Lässt sich das Milchprotein nicht einfach durch pflanzliches Proteinpulver austauschen? Die Antwort lautet: Doch! Laut der Framingham Third Generations Study des National Heart, Lung, and Blood Institute sowie der Boston University,  spielt die Quelle der Proteine für den Muskelaufbau keine primäre Rolle*.

Schwörst du also auf das Muskelwachstum mit Proteinpulvern, kannst du auch hier guten Gewissens auf Soja-, Erbsen-, Reis- oder Hanfprotein ausweichen. Wie bereits erwähnt steht derÜbermäßige Konsum von tierischem Protein, also von vorrangig gesättigten Fettsäuren,  stark im Verdacht, Volkskrankheiten wie Übergewicht, Typ 2 Diabetes und Herzerkrankungen zu verursachen. Langfristig gesund Muskeln aufbauen geht also, mit pflanzlichem Protein.

Fazit – Kuhmilch oder Pflanzliche Milch?

 

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Milch mag ein unglaublich vielseitig einsetzbares Lebensmittel sein und den Menschen in früheren Jahrhunderten stark über Hunger und Armut geholfen haben. Auch die landwirtschaftliche Entwicklung fand eng im Zusammenhang mit dem Konsum von Milch statt.

Entfernst du dich jedoch von dem Gedanken, dass es Kuhmilch schon seit deiner Kindheit gab und es ein gängiges Lebensmittel ist, scheint es bedenklich Kälbern ihre Muttermilch vorzuenthalten und als fremde Spezies selbst zu konsumieren. Milchalternativen können in Punkto Nährstoffe und Geschmack locker mit dem tierischen Produkt mithalten, ohne Lebewesen auszubeuten.

Die Klimabilanz ist vor allem bei einer Milchalternative wie Bio Hafer,- oder Reismilch weitaus besser als bei gängiger Billigmilch, ist regenwaldfreundlicher, umweltfreundlicher, gesund und ebenfalls vielseitig.

„Ich bin umgestiegen. Was ist mir dir?“

Hast du noch Fragen zum Artikel oder zu meiner Geschichte? Dann hinterlasse mir gerne ein Kommentar und besuche mich auf Instagram: @marieluise.wackenhu oder auf meiner Webseite einfachvegankochenlernen.de

Herzliche Grüße

deine Marie

Welche Milch-Alternativen gibt es?

 

Auf Milch ganz zu verzichten ist für viele keine Option, wir sind es gewohnt Milch zu trinken und Milchprodukte zu essen. Daher ist die Umstellung auf pflanzliche Milch- (Ersatz-)Produkte eine gute Alternative.

Zum Glück gibt es neben Sojaprodukten mittlerweile eine Vielzahl weiterer Pflanzendrinks, die du ohne großen Zeitaufwand selbst herstellen kannst.

Eine pflanzliche Alternative zur Milch sollte, um dem Original möglichst nahe zu kommen, folgende Eigenschaften haben:

  • sie sollte hell sein, also wie Milch aussehen.
  • Es sollte Fett enthalten sein, denn das Fett macht die Pflanzenmilch geschmeidig und sorgt auch dafür, dass sie schäumt.
  • Sie sollte möglichst neutral schmecken.
  • Die Zutaten sollten erschwinglich sein.

Übrig bleiben eine überschaubare Anzahl an Nuss- und Getreidesorten wie z.B.: Mandeln, Reis oder Dinkel, die von der Konsistenz und den Eigenschaften Kuhmilch ähneln.

Worauf muss ich beim Kauf einer Milchalternative achten?

Pflanzendrinks kannst Du einfach selbst herstellen, die Kosten halten sich in Grenzen. Wenn dir die Herstellung der Milchalternative zu aufwendig ist, kannst du sie natürlich auch kaufen. Wichtig ist, dass sie bio und frei von Zusatzstoffen und Zucker ist.

Reismilch

Reis ist ein Getreide, das in vielen Teilen der Erde als Hauptnahrungsmittel dient und er ist zudem glutenfrei. Gekochter Vollkornreis enthält je 100g

  • 31,7 g Kohlenhydrate
  • 0 g Zucker
  • 3,3 g Eiweiß
  • 1,7 g Fett

Er liefert auch eine Reihe wichtiger Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink.

Die Reismilch hat eine weiße Farbe und ist dünnflüssig, im Handel wird sie als Reisdrink angeboten. Die Herstellung ist ziemlich einfach: gekochter Reis wird mit Wasser püriert, gefiltert und fermentiert, bei gekaufter Reismilch werden häufig noch Emulgatoren, Kalzium, Geschmacksstoffe und Zucker zugesetzt. Das ist dann allerdings nicht mehr sehr natürlich. Alternativ kannst du Reismilch ganz einfach selbst herstellen.

Reismilch-Rezept:

Zutaten:

  • 1 Tasse Reis
  • 2 Tassen Wasser
  • ca. 6 Tassen Wasser zum Mixen
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl Öl als Emulgator
  • eventuell Datteln, Agavendicksaft oder ein anderes Süßungsmittel

Zubereitung:

Wasche den Reis gründlich und koche ihn mit der doppelten Menge Wasser gar. Anschließend leicht abkühlen lassen. Mixe den gekochten Reis mit dem Wasser zunächst mit dem Mixer oder Pürierstab auf kleinster Stufe. Gib die Datteln, das Salz und das Öl hinzu und mixe alles nochmal auf höchster Stufe 1-2 Minuten durch bis eine sämige Masse entstanden ist.

Nochmals kurz mixen und durch ein Sieb, Mulltuch oder Nussbeutel filtern (je nachdem wie fein sie sein soll) und in eine saubere Flasche füllen. Die Milchalternative hält sich drei bis vier Tage und sollte vor Gebrauch gut geschüttelt werden.

Verwendung:

Die Reismilch ist sehr fettarm und eignet sich:

  • für dein Müsli
  • zum Kochen und Backen
  • für Proteinshakes

Dinkelmilch

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Dinkel, der mit dem Weizen verwandt ist, ist eine alte Getreidesorte mit wertvollen Inhaltsstoffen. So enthält er viel Eisen, Magnesium, Kieselsäure, Zink, Mangan und Kupfer. Seine Nährwertbilanz je 100g sieht wie folgt aus:

  • 69 g Kohlenhydrate
  • 0,8 g Zucker
  • 12,4 g Eiweiß
  • 1,3 g Fett

Auch diese Milchalternative hat eine weiße Farbe, ist jedoch nicht so dünnflüssig wie die Reismilch. Sie schmeckt leicht süß und ist nicht glutenfrei, enthält dafür aber sehr ballaststoffreich.

Bei Dinkel ist es wichtig, dass er vor dem Verzehr  24 Stunden eingeweicht wird. Noch besser ist es, ihn zwei Tage keimen zu lassen, die Milch ist dann bekömmlicher und hochwertiger, da der Körper die Inhaltsstoffe besser aufnehmen kann.

Dinkelmilch-Rezept:


Verwendung:

Die Dinkelmilch eignet sich hervorragende zum:

  • Kochen und
  • für Puddings oder Milchreis.
  • Der Trester läßt sich wunderbar zu Bratlingen verarbeiten oder als Müsli-Zutat verwenden.

Extra-Tip: Dinkel keimen:

Dinkel keimen zu lassen ist ganz einfach, es bedarf nur ein wenig Planung:

  • Wasche die Dinkelkörner gründlich und fülle sie in ein Keimglas.
  • Bedecke sie mit Wasser und lasse sie über Nacht stehen.
  • Lasse am nächsten Morgen das Einweichwasser abfließen, spüle die Körner gut durch, bevor du sie wieder mit Wasser bedeckst.
  • Den Vorgang wiederholst du fünf bis sechs Mal. Die Körner sind nun gekeimt und können weiterverarbeitet werden.

Mandelmilch

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Mandeln sind ein Allrounder in Sachen Milchalternative, sie eignen sich für Milchdrinks ebenso wie für Frischkäse, Jogurt und sogar für Hartkäse. Allerdings sind sie in der Biovariante recht teuer und müssen erst gehäutet werden.

Die Mandel ist ziemlich fettreich, ein Vorteil beim Kochen, denn Fett ist bekanntlich ein Geschmacksträger. Du kannst Mandelmilch deshalb auch als Milchschaum verwenden. 100 g Mandeln enthalten:

  • 5,68 g Kohlenhydrate
  • 24,02 g Eiweiß
  • 53,02  g Fett

Mandeln enthalten darüberhinaus auch  B-Vitamine und Vitamin E liefert sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Folsäure.

Für die Herstellung der Mandelmilch werden die Mandeln erst geröstet und gemahlen. Anschließend werden sie mit Wasser gemixt und für eine Weile stehen gelassen, um die milchartige Konsistenz zu erhalten. Zum Schluss wird der Mandeldrink gefiltert und nach Geschmack gesüßt.

Mandelmilch läßt sich auch einfach selbst herstellen. Sie ist dann frei von Zusatzstoffen und hält sich 2-3 Tage im Kühlschrank.

Mandelmilch-Rezept:

Zutaten:

  • 200g Bio Mandeln mit oder ohne Schale
  • 0,5 bis 1 Liter Wasser (je nach Geschmack)
  • eventuell Datteln, Agavendicksaft oder ein anderes Süßungsmittel

Zubereitung:

Weiche die Mandeln über Nacht in kaltem Wasser ein. Gieße das Wasser ab und mahle die Mandeln in einem Hochleistungsmixer. Füge das Wasser hinzu und mixe alles gründlich durch.

Zum Schluss kannst du die Milch noch nach Geschmack süßen und anschließend filtern.

Den Trester kannst du gut zum Backen, Kochen oder für dein Müsli verwenden.

Verwendung:

Mandelmilch ist sehr fettreich und eignet sich besonders

  • zum Kochen und Backen anstelle von Sahne,
  • als geschäumte Milch,
  • zum Binden und Aufhellen von Soßen.

Tipp:

Es lohnt sich Mandelmilch auf Vorrat herzustellen und diese portionsweise im Eiswürfelbehälter einzufrieren. Die „Mandeleiswürfel“ können dann sehr gut zum Kochen verwendet werden.

Kokosmilch

Kokos ist ebenfalls sehr fettreich und eignet sich gut als Schlagsahne-Ersatz oder für Eis. Allerdings hat Kokos einen starken Eigengeschmack, was du bei der Verwendung berücksichtigen solltest.

Auch kommen Kokosnüsse von weit her und werden in Monokulturen angebaut, daher ist auch hier die Bio-Variante zu bevorzugen.

Die Inhaltsstoffe:

 

Kokosnuss liefert vor allem Kalium und Magnesium und ist, obwohl sie überwiegend gesättigte Fettsäuren enthält sehr gesund.

Kokosmilch wird aus Kokosraspeln und Wasser hergestellt, die Zubereitung ist denkbar einfach. Auch hier empfiehlt es sich auf Bio-Qualität zu achten.

Kokosmilch-Rezept:

Zutaten:

  • 150g Bio Kokosraspel
  • ca. 600 ml Wasser
  • eventuell Datteln, Agavendicksaft oder ein anderes Süßungsmittel

Zubereitung:

Übergieße die Kokosraspel mit heißem Wasser und lasse sie 10 Minuten quellen. Danach das Ganze kräftig mixen und ca. 5 Minuten ruhen lassen. Nochmals mixen und eventuell süßen.

Die fertige Kokosmilch durch ein Tuch oder einen Nussbeutel pressen und in eine saubere Flasche füllen. Die Milch hält sich 2-3 Tage im Kühlschrank.

Auch hier kannst du den getrockneten Trester weiterverwenden, er ist zu schade zum wegwerfen. oder für dein Müsli verwenden.

Verwendung:

Kokosmilch eignet sich

  • zum Kochen und Backen anstelle von Sahne,
  • für Süßspeisen und Müsli mit Wasser vermischt im Verhältnis 1:2.

Nussmilch

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Auch aus anderen Nüsse wie Haselnüsse, Cashew, Walnüsse usw. wird Pflanzenmilch hergestellt, der Geschmack ist je nach Nuss herb (Walnuss) bis süß. Wenn du die Nussmilch selber machen möchtest, ist es wichtig, dass du die Nüsse immer vorher über Nacht einweichst. Den Trester kannst du nach dem Filtern trocknen und anschließend zum Kochen oder Backen verwenden.

Grundrezept Nussmilch

Zutaten:

  • Wasser zum einweichen
  • 1 Teil Nüsse
  • 5 Teile Wasser
  • event. 1 Tl Öl
  • Süße nach Geschmack

Zubereitung:

Weiche die Nüsse über Nacht in reichlich Wasser ein. Am nächsten Tag spülst du die Nüsse ab und mixt sie mit dem Wasser ordentlich durch. Zum Schluss fügst du je nach Geschmack die Süße und das Öl hinzu. Anschließend filterst du die Milch und füllst sie in eine saubere Flasche.

Milchalternative – unser Fazit

Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an Milchalternativen zu kaufen. Allerdings sind sie recht teuer im Vergleich zu Kuhmilch und sie haben alle einen Eigengeschmack, wer den typischen Milchgeschmack erwartet, wird enttäuscht sein. Wenn du Pflanzendrinks kaufst, dann solltest du darauf achten, dass sie

  • bio,
  • frei von Zusatzstoffen und
  • ohne Zucker sind

Eine gute Milchalternative sind selbstgemachte Pflanzendrinks, der Aufwand ist relativ gering und die Kosten halten sich in Grenzen. Alle Milchalternativen lassen sich zum Kochen, Backen und pur verwenden, wenn man sich an den Eigengeschmack gewöhnt hat, sind sie eine guter Ersatz für Kuhmilch.

Quellen*:

  • Zeit Online
  • Agrar heut vgl. Dr.Zinke, Olaf: „Milchpreis: Spotmilch stürzt unter 20 Cent“ unter:
  • Muntermann, Natalie; Teves, Christoph: „Die Milchkuh – ein Leben für die Milch“ 
  •  Dr. Krieger, Elena: „ Die  Milchlüge – die  Milch machts  leider  doch nicht, 2015
  • Heinz, Johanne:“Kühe: Kuhhaltung in der Milchproduktion“ 
  • Dahlke, Rüdiger: „Vegan  für Einsteiger:  In 4 Wochen zu einem gesunden, nachhaltigen  Leben“, 2014
  • Leber, Leonie: „Effektiv Muskeln aufbauen: Pflanzliche oder tierische Eiweiße?“

Vegan Podcast It’s cowtime mit Lena Wenz!

Jede Woche in unserem Vegan Podcast neues zum Thema Fitness, Vegane Ernährung und Lifestyle.

In dieser Episode lernst du:

  •  Wieso du das Projekt it’s cowtime unbedingt unterstützen solltest
  • Was wirklich hinter der Milchproduktion steckt
  • Was du tuen kannst gegen das heutige „Hochleistungsrind“

Wer ist Lena Wenz?

Mein Name ist Lena Wenz, ich bin 28 Jahre alt und habe eine Ausbildung zur Fotografin sowie ein Kommunikationsdesign Studium mit Schwerpunkt Grafik abgeschlossen. Ich bin auf dem Land im schönen Bad Berneck im Fichtelgebirge groß geworden und habe schon immer viel Zeit mit Tieren und bei Tieren verbracht.

Als Kind habe ich oft auf dem Heuboden eines Bauernhofs gespielt und mit den Kälbchen gekuschelt. Mit 12 Jahren nannte mich eine meiner besten Freundinnen „Knutschkuh“, wir haben uns Briefe geschrieben, wie man das halt so macht in dem Alter als Mädchen. Und ich habe unter die Briefe oft „Knutsch“ geschrieben, deswegen nannte sie mich so. Und somit begann das alles mit den Kühen und mir.

Das Projekt „it’s cowtime“

Die Kuhliebe breitete sich immer mehr aus und über die Jahre hinweg war ich dann das Mädchen mit den Kühen. 2012 lebte ich für ein halbes Jahr in Berlin, für mich das erste mal eine große Stadt, die mir einfach so passiert ist, wirklich nach Berlin wollte ich eigentlich nie. Jedoch verliebte ich mich dann nach und nach auf meinen Entdeckungstouren in die Stadt, jedoch fehlte mir etwas und zwar Kühe. Deswegen beschloss ich, dass ich die Stadt durch ein paar Kühe bereichere. Das war die Geburtstunde des kleinen Stickerkühchen und dem Projekt „it’s cowtime“. Begonnen hat also alles aus der Liebe zu Kühen, Aufklebern und Spaß an der Freude.

Als ich mich für mein Kommunikationsdesignstudium an der FH in Bielefeld beworben habe, war meine Mappe, Überraschung, natürlich voller Kühe. Durch diese noch mal intensivere Auseinandersetzung mit dem Tier Kuh, deren Haltung, Ausnutzung und dem Buch „Tiere essen“ von Jonathan Safran, war für mich von einem Tag auf den anderen klar, dass ich keine Kühe mehr essen möchte. Und zwei Tage später habe ich beschlossen um wirklich konsequent zu sein verzichte ich auch auf alle Milchprodukte etc. Somit wurde der Sticker zu meine Kommunikationsbrücke um mit Leuten ins Gespräch zu kommen und mich mit ihnen über Tierhaltung und unser Essverhalten zu unterhalten.

Obwohl ich damals 2012 beim Auswahlverfahren zur Studieneignung meiner Professorin versprochen hatte, dass ich im Studium meine Kühe loslassen werde, konnte ich es doch nicht. Am Ende war ich in der FH als „die mit den Kühen“ bekannt und immer wieder erzählten mir Kommilitonen, dass wenn sie eine Kuh gesehen hatten sie an mich denken mussten. Immer wieder tauchte dann natürlich die Kuh in meinen Semesterprojekten auf und somit kam es auch zu dem it’s cowtime Kalender.

Der eigene Kalender

Als ich 2014 merkte, dass ich für 2015 einen neuen Kalender brauche, kam mir die Idee mir selbst einen zu gestalten und da lag es nahe, dass Kühe in dem Kalender eine große Rolle spielen. Kurz darauf kam der Gedanke dazu, für Kühe mit dem Kalender Geld zu verdienen und somit Nützliches und Sinnvolles zu verbinden. Durch eine Freundin kam ich 2012 auf Hof Butenland, das Kuhaltersheim auf Butjadingen. Sie brachte mir einen Flyer mit dem Kommentar: „Schau mal Kühe, Lena!“ Und ich dachte mir: „Warum nicht einen Kalender mit Kühen von Hof Butenland machen und somit die Arbeit von Jan Gerdes und Karin Mück unterstützen?“ Ich setzte mich hin und schrieb Hof Butenland einen Brief, stellte meine Idee vor und fragte, ob sie Lust auf eine Kooperation hätten. So entstand der erste Kalender zum Thema Kuh, der „it’s cowtime Kalender 2015“.

So begann ich Kühe auf meine Art zu zeichnen und meinen eigenen Stil zu entwickeln. Jetzt kommt schon der vierte Kalender seiner Art heraus, der „it’s cowtime Kalender 2018“. Auch meine Bachelorarbeit, die ich im Februar 2015 gemacht habe, hatte den Titel „KUHZEIT – eine Wechselbeziehung“ und war eine große Installation mit Objekten und Videos. Die Grundlage für diese Arbeit war ebenfalls die Kuh und das Thema Zeit. Weiterhin verteile ich noch immer die kleine Stickerkuh, fotografiere und zeichne Kühe. Das Zeichnen und Händische ist mein Gegenpol zum Arbeiten mit der Kamera, dem Laptop und der Digitalität. So erkunde ich diese wundervollen Tiere durch meinen Blick und meine Hand.

 

Lenas schlimmster Moment

Nicht mein schlimmster Moment in meinem Leben, aber ein für mich einschneidendes Erlebnis. Meine Mutter war Biologie Studentin, als ich ihr passiert bin. Ich bin mit ihr auf der Arbeit an Bächen groß geworden, habe im Meer schwimmen gelernt und war immer mit ihr viel in der Natur. Schon als 3 oder 4-jährige, sobald ich ein Skalpell in der Hand halten konnte, habe ich die Fischchen, die meine Mutter für ihre Arbeit zum Erhalt der Flußperlmuschel töten musste, zerlegt und erkundet.

Ich bin mit dem Wissen groß geworden, dass wenn man Fleisch ist, dafür ein Tier getötet werden muss. Meine Mutter hat mir stets klar gemacht, wie wichtig Essen ist und wie wichtig gutes Essen ist. Sie hat immer viel und frisch gekocht und Fleisch war auch etwas Besonderes. Ich war stets gegenüber meinen Freunden, die Vegetarier waren tolerant und interessiert. Jedoch hatte mich keiner davon überzeugen können, kein Fleisch mehr zu essen. Mein Geld, was nie viel war, habe ich stets in gutes Essen gesteckt und in Reisen oder Kreativkram.

Wie ich Veganerin wurde

Als ich dann spontan nach Berlin, nach meiner Ausbildung zur Fotografin kam, war ich auf der Suche nach einer Bleibe. Ich habe viele Anfragen für Wohnungen geschrieben, darunter auch eine an eine vegane WG. In meiner E-Mail schrieb ich, dass ich zwar Fleisch esse, aber dies auch einstellen kann und wenn ich mal Fleisch essen würde, darauf achten würde, dass nichts kontaminiert werden würde etc. Mich interessierte der vegane Lebensstil und ich wollte gerne mehr lernen und erfahren. Ich schrieb eine sehr offene, sehr interessierte und respektvolle E-Mail, meiner Ansicht nach. Jedoch erhielt ich eine aggressive, genervte E-Mail zurück in der ich als Leichenfresserin und schlimmeres betitelt wurde.

Mich hat das damals sehr mitgenommen und verletzt, da ich nicht verstehen konnte, wieso mir so viel Hass und Anfeindungen entgegen kam. Als ich dann im gleichen Jahr, 6 oder 8 Monate später, selbst Veganerin wurde, habe ich mir geschworen, dass ich niemals so auf andere Menschen zugehen oder reagieren wollte. Für mich ist es wichtig, dass ich respektvoll und hilfsbereit mit Menschen umgehe, die anders denken als ich. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nichts bringt aggressiv, belehrend und bevormundend zu handeln. Das baut in einem Menschen sofort eine Abwehrhaltung auf und ich erreiche, außer dass er gegen mich ist, nichts. Deswegen, wenn ich mit Menschen über meine Ernährung, Tierhaltung und alles rede, versuche ich es stets mit einem auf den Andren zu gehen.

Lenas wichtigster Schritt zu seinem Erfolg

it’s cowtime ist für mich ein Herzprojekt, ich bin nicht überdurchschnittlich erfolgreich. Es ist ein Projekt was nach und nach wächst und gedeiht, so wie ich selbst wachse und mich verändere im Laufe der Zeit. So wie meine Zeichnungen sich über die Jahre hin verändern und entwickeln. Der it’s cowtime Kalender hat dem ganzen Projekt eine Tiefe verliehen und hat mich in meinem Wollen bestärkt, mit meiner Arbeit die Arbeit von anderen zu unterstützen und somit etwas Gutes für die Tiere zu tun. Aufmerksamkeit zu erzeugen und einen Spot auf all die, so oft, Vergessenen zu richten. Ich hoffe, dass ich mit meinen Zeichnungen noch viele Menschen erreichen werde und auch zum Umdenken anrege.

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