Die Geheimen Gedanken Veganer Sportler

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Verpassen vegane Sportler etwas?

Hast Du dich jemals gefragt, ob Deine Entscheidung, veganer Sportler zu sein, die richtige war? Fragst du dich, ob du nicht damit Sachen verpasst, die angeblich andere glücklich machen? Dinge, die früher vielleicht auch dich glücklich machten? Fragst du dich, ob du es wirklich schaffst, die ganzen Nährwertstoffe zu dir zu nehmen, die ein veganer Sportler benötigt um weiter zu kommen, um Muskeln aufzubauen, um sexy zu sein?

Du bist in einem Wandlungsprozess. Diese Fragen sind berechtigt. Es wird sicher noch eine Weile dauern, bis viel mehr Menschen sich für den veganen Lifestyle entscheiden und Kinder vegan aufwachsen. Dann herrscht auch in der breiteren Masse mehr Wissen und Verständnis zu diesem Thema.

Hör dir das Interview mit Karlo Grados an und erfahre wie du das ganze Jahr über wie ein Athlete aussiehst:

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Jeder (Lebens)Wandel ist ein Prozess, der viel Geduld verlangt

„Was auf den Teller kommt, wird gegessen…“​

Wir haben in der Regel noch in die Wiege gelegt bekommen: „was auf den Teller kommt, wird gegessen…“.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass so ein Lebenswandel nicht von heute auf morgenpassiert: nicht nur ich selbst, sondern auch meine Umwelt brauchte Zeit, um mit der neuen Situation klar zu kommen.

Ich habe mich lange Zeit mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt, Seminare besucht, Bücher gelesen uvm., um zu lernen, wie ich mich gesund vegan ernähre gerade als Freeathlet. Ich wollte als veganer Sportler keine Einbußen machen. Auf keinen Fall wollte ich, dass meine sportlichen Leistungen unter der neuen Ernährungsform leiden. 

Reaktionen anderer aushalten

Womit wohl jeder Mensch, der eine bedeutende Lebensentscheidung trifft, wie z.B. veganer Sportler zu werden, konfrontiert wird: es dauerte lange, bis mein Freundeskreis meine neue Lebensweise akzeptierte, bis sie keine Kritik mehr äußerte, weil ich z.B. kein Steak mehr auf den Grill legte, oder bei einer Essenseinladung meine eigenen Sachen mitbrachte.

Veganer Sportler zu sein: eine bewusste Lifestyle-Entscheidung

Auch wenn bei einem selbst mit der Zeit das Gefühl des „Verpassens“ nachlässt, wird man immer wieder von seinem Umfeld darauf angesprochen. Meine Antwort darauf ist eindeutig: Nein, ich verpasse nichts, denn ich habe es geschafft, richtig tolle, schmackhafte Gerichte zu finden, zu verändern, ja…sogar selbst zu entwickeln. Ich denke manchmal eher, dass der Rest etwas verpasst – nicht nur was den Genuss angeht, auch die Gesundheitsbenefits.

Ernährung für vegane Sportler: Quinoa und Gemüse
Viel Gemüse und Quinoa: perfektes Gericht für vegane Sportler

In der Tat benötigt man eine gewisse Zeit und ein wenig Geduld und Kreativität, bis man seine Gerichte gefunden hat, die einem schmecken und einen wirklich glücklich machen. Denn natürlich soll der Geschmack nicht zu kurz kommen.

Auch bei veganen Sportlern kommt Genuss nicht zu kurz

Der Genuss, den ich beim Essen erlebe, ist so groß, dass kein Raum für irgendwelche Sehnsüchte nach Mainstream-Food offen bleibt. Die veganen Gerichte, die ich mir zubereite, stellen mich absolut zufrieden. Ich erkläre das Phänomen so: In einigen Ländern werden Lebensmittel konsumiert, die wir hier nicht konsumieren. Dort werden auch Innereien und /oder exotische Tiere verzehrt, die wir hier nicht kennen. Essensweisen sind letztendlich auch nur Gewohnheiten, die kulturell und sozial konditioniert sind. In dem Fall hat ja auch hier im deutschen Kulturraum keiner das Gefühl, etwas zu verpassen, weil diese exotischen Gerichte nicht zu unserem gewohnten Speiseplan gehören.

Als veganer Sportler sehe ich es genauso, wenn ich an Brathähnchen, Weizenmehl usw. denke: eben als nicht zu meinem Speiseplan gehörend, ergo kann ich sie nicht vermissen.

Ein Spaziergang über den Weihnachtsmarkt lässt mich total kalt – das ist wirklich reine Gewohnheitssache! Ich wünsche mir da mittlerweile eher ein größeres Angebot an veganen Gerichten und glaube, damit nicht alleine zu sein. Die Nachfrage veganer Kost steigt mittlerweile erheblich. So haben Edeka und dm z.B. gerade die vegane Marke Veganz in ihr Sortiment mit aufgenommen, damit auch die Kunden, die sich für vegane Ernährung entschieden haben, zu diesem gesunden Genuss kommen.

Sind vegane Sportler anspruchsvoller?

Wir Athleten haben natürlich höheren Bedarf an Nährstoffen als Nicht-Athleten. Ich sehe zu oft Leute (nicht nur vegane Sportler), die zwar hart trainieren, sich aber durch falsche Ernährung selbst Steine in den Weg legen. Was heißt das? Durch nährstoffarme Ernährung (fehlende Mikronährstoffe) bekommt der Körper nicht das, was er braucht. Von außen sieht das dann vielleicht trotzdem alles gut aus, aber der gesundheitliche Zustand im inneren des Körpers lässt zu Wünschen übrig.

Allgemein spielt zwar für Athleten das Verhältnis der Makronährstoffe eine große Rolle, wichtiger ist aber, dass dabei die Mikronährstoffe von guter Qualität sind, damit der Körper seinen Bedarf abdeckt und nicht an falschen Stellen spart. Hier sehe ich es so: Geschmack darf nicht gegen meine Ziele spielen, so wie meine Ziele meiner Lebensqualität nicht im Wege stehen sollten.

Konkreter: Wenn ich einen Kuchen backe, dann nehme ich ausschließlich Vollkornmehl. Wieso sollte ich minderwertiges Mehl nehmen, wenn ich die Wahl habe, meinem Körper eine gesündere Variante zu bieten? Zwar erziele ich mit Weizenmehl auch einen guten Geschmack, aber meine (Gesundheits-)Ziele werden boykottiert. Wenn ich Kohlenhydrate esse, dann entscheide ich mich für die guten Kohlenhydrate, wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln. Es geht bei der Ernährung, gerade als veganer Sportler, dann einfach nicht nur um Quantität sondern vor allem um Qualität – und dies ist eine individuelle Entscheidung, die jeder für sich treffen muss.

Kann ich als veganer Sportler Muskeln aufbauen?

vegane Sportler Muskelaufbau karlo G style
Als Veganer Athlet Muskeln aufbauen? Klar geht das 😉

Diese Frage ist wohl eine der am häufigsten gestellten und ich kann sie dir auch gleich beantworten: ja, als veganer Sportler ist es sogar sehr gut möglich, Muskeln aufzubauen. Ich selbst trainiere seit längeren Zeit Freeletics und habe keine Einbußen feststellen müssen – im Gegenteil (wie du siehst ;)).

Achte natürlich auf deine Makros, d.h. die Eiweiß-, Kohlenhydrate- und Fettverteilung deiner Ernährung. Es ist gar nicht so schwer, herauszufinden, wo du deine pflanzlichen Proteine herbekommst. Viel Gemüse mit Quinoa, hin und wieder Tofu, Sojajoghurt mit zuckerarmen Früchten wie Beeren, Hanfprotein, Lupine, grüne SmoothiesHier findest du noch mehr Antworten auf diese Frage, wie du als Veganer Muskeln aufbaust.

Was hält dich noch ab Veganer Sportler zu werden?

Vegane Sportler sind Menschen, die oft viel ausprobiert haben, bevor sie sich bewusst für diesen Lebensstil entschieden haben. Bleib also offen und vor allem: Bleib bei dir! Sei dir bewusst, dass es DEIN Leben ist und DU glücklich sein musst mit deinen Entscheidungen – niemand anders. Wenn die Leute reden, lass sie reden. Oft sind sie selbst nicht die zufriedensten und lassen ihren Frust bei dir ab. Denn du traust dich etwas. Du stehst zu dir. Und das ist gut so!

Wenn dir als veganer Einsteiger die Ideen fehlen oder du noch viele offene Fragen hast, dann probier doch einfach mal für ein paar Tage oder Wochen die leckeren veganen Rezepte, die du unter anderem hier bei vegan-freeletics finden kannst. Da kommt garantiert auch der Genuss nicht zu kurz!

Auf diese Weise habe ich für mich erkannt, dass ich glücklicher lebe, weil Harmonie zwischen Körper und Seele gegeben ist. Essen macht glücklich, aber nur kurzfristig. Denn nur die Kombination richtige Ernährung + Übereinstimmung mit deinen Werten und Zielen führt auf Dauer zu wirklicher Zufriedenheit.

vegane sportler karlo g style |

Sei anspruchsvoll, denn das darfst du!

Welche Erfahrung hast du als veganer Sportler gemacht? Hast du noch Zweifel oder liebst du deinen Lifestyle einfach nur? 🙂 Teil’s mir mit!

Dein Karlo

PS: Interessierst du dich für Lifestyle und Men’s Fashion? Besuche meinen Blog und buche mich als Styleberater: karlogstyle.com​

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