Neues Dorf – Ralf Otterpohl´s Vision einer gute Zukunft

Lesedauer: ca. 3 Minuten

In seinem Buch „Das neues Dorf“ beschreibt Ralf Otterpohl von Gartenring.org seine Vision von einer guten Zukunft mit gelebter Vielfalt, lokal Produktion, und einem guten Miteinander und Kooperation mit der Natur und den Nachbarn.

Dieses Thema ist momentan so aktuell wie nie zuvor. Hier findest du exklusiv Ralfs Gedanken und Lösungen für unsere Zukunft.


Boden nährt Pflanze – Pflanze nährt Mensch

neues Dorf Ralf Otterpohl

Unser wunderbarer Planet Erde kann locker 30 Milliarden Menschen in Wohlstand tragen! Das erfordert einiges Wissen und Anpacken.

Die Aktivitäten unserer Wirtschaft dienen oft der Anhäufung von Milliardengewinnen ohne echten gesellschaftlichen Nutzen – meist auch noch auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit.

Die Beteiligten ahnen oft nicht, zu was sie beitragen oder sind sogar im Glauben, dass sie etwas Gutes tun. Das System ist extrem erfolgreich und führt bei der Fortführung absehbar in eine profitable Vernichtung der Menschheit.

Dabei gerät das Klima immer mehr aus den Fugen, ganz wesentlich durch immer weitere Verwüstung. Der Erfolg dieser zerstörerischen Systeme kommt aus einer klaren Zielorientierung und professioneller Planung über sehr lange Zeiträume. Davon können diejenigen lernen, die eine gute Zukunft für Alle aufbauen wollen. Zeit der Entscheidung.


Lebendiger Boden ist essentiell

neues Dorf Grafik

Zielorientierung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Diese erfordert eine klare Vision und konkrete Planungen. Ich selber arbeite seit vielen Jahren an Zukunftsperspektiven. Vom Wasser bin ich zum Boden gekommen und damit zu einem kooperativen Zusammenwirken mit der sehr produktiven Natur.

Die gute Nachricht ist, dass für kooperatives Wirtschaften alles da ist auf unserem freigiebigen Planeten. Auch die Grundlage ist klar: lebendiger Boden, gut gefüttert und immer bewachsen in hoher Biodiversität.

Lebendiger Boden regeneriert das Wasser, bringt Nahrung und gleicht wesentlich durch Verdunstung und durch Wolkenbildung das lokale Klima aus.

Beste Nahrung braucht neben Wasser lebendige Böden und damit geht es dann der Erde gut und uns dazu. Da gibt es jetzt aber ein bisher zu wenig beachtetes Detail, das entscheidend ist: Nahrung ist nur dann hochwertig, wenn der Boden mit einem intakten und gut versorgtem Ökosystem über alle der etwa 80 benötigten Mineralien und Spurenelemente verfügt.

Durch die Auslaugung der Böden sind Vollwertböden recht selten geworden und das trägt zu chronischer Krankheit bei Pflanzen, Tieren und Menschen bei.

Die Zerstörung der Böden, die daraus resultierende Abhängigkeit von externen Produkten und die chronische Krankheit tragen auf Kosten von Natur und Gesellschaft zu den genannten Milliardengewinnen bei. Marketing-„Wissenschaft“ hat mit Studien scheinbar „bewiesen“, was an Spurenelementen angeblich alles nicht nötig sein soll.

Dabei wird die extreme Komplexität der Biologie nicht mal ansatzweise verstanden, solche Aussagen sind also bestenfalls naiv und wissenschaftlich nicht tragfähig. Was kann man aber tun, damit die Böden alles haben, was die Pflanzen und die Menschen brauchen?

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Einfache und gute Lösungen

Gute Lösungen sind oft einfach! Der selber Mensch kann genug von nicht raffiniertem Vollsalz zu sich nehmen und Einiges ergänzen. Mit vulkanischen Steinmehlen kann man Böden sehr kostengünstig mit Spurenelementen versorgen, so dass es bei guter Bodenbiologie nährstoffdichte Lebensmittel gibt.

Dazu braucht es natürlich viel Kompost, Mulch, Gründüngung mit tiefen Wurzeln und man muss das Pflügen beenden. Bei der IG gesunder Boden in Regensburg ist sehr viel praktisches Wissen vorhanden.

Die jährlich stattfindenden Bodentage geben großartige Anregungen für Praktiker (auf DVD sind die Tagungen zu Selbstkosten verfügbar).

Böden sind auch nach Erfahrungen der IG dann besonders fruchtbar, wenn sie hohe Anteile an Bodenpilzen haben (Siehe dazu auch Dr. David C. Johnson, New Mexico State University ISAH). Schneller globaler Bodenaufbau könnte sogar zu einer CO2-Verknappung führen die Meere würden aber dann nachliefern.

Die Entdeckung der phantastischen Wurzel-Mykorrhiza-Symbiose ist eine wissenschaftliche Sensation. Ein Meter Wurzel kann hunderte Meter Pilz-Myzel haben und mit Zucker versorgen, im Tausch kommen Nährstoffe oder Wasser auch von weit weg und tief im Boden.

Die Spurenelemente sind dabei und können auch aus den Steinmehlen aktiviert werden, nur so viel wie gebraucht wird. Die Bodenpilze müssen „gefüttert“ werden, mit gutem Kompost, Mulch, Gründüngung. Es sollte weitestgehend auf Pflügen und den Einsatz von Biozid verzichtet werden.


Profitable Landwirtschaft

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Wie man in der Flächenlandwirtschaft profitabel (für die Bauern) Humus aufbauen kann, zeigen tausende von teils sehr großen Betrieben in Nordamerika (hier eine Text von mir zur Entwicklung: https://gartenring.org/weltklasse-gabe-browns-ranch-usa-sepp-braun-d-unddavid-montgomery/ ).

In Deutschland gibt es erfahrene Vorreiter wie Josef Braun, Joseph Hägler sowie Rudi Barth.

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Diese Vorreiter haben inzwischen hunderte von Bauern ausgebildet. Die notwendigen Veränderungen sind auf dem Weg. Es gibt immer mehr Projekte zu Agroforst-Systemen auch mit Nahrungsproduktion.

Bitte informieren Sie insbesondere Landwirte und GärtnerInnen von diesen vielen bahnbrechenden Entwicklungen! Diese Umstellungen sind nötig, damit sehr viel mehr Menschen in Wohlstand leben können, auf einem wieder viel grüneren Planeten mit ausgeglichenem Klima.

Sie fragen sich vielleicht ob der Knappheitspropaganda auf allen Kanälen, ob wirklich 30 Milliarden Menschen gut leben können auf der Erde?

Aktuell füttern im industriellen System wenige Menschen sehr viele Tiere, die unter oft schrecklichen Bedingungen mit „Menschennahrung“ gefüttert werden.

Ich habe die Nahrungsmenge von Rindern und Schweinen mal umgerechnet und komme allein damit auf ein Äquivalent von etwa 70 Milliarden Menschen! Im Prinzip ist eine gute Zukunft auch für sehr viel mehr Menschen einfach zu bewerkstelligen. Da aber einige Milliardengewinne dabei verschwinden, müssen engagierte Menschen jetzt handeln und lokal profitabel arbeiten.


Das Buch „das neue Dorf“

Buch das neue dorf

Mein Beitrag zu einer Vision für eine gute Zukunft ist mein Buch „Das Neue Dorf – Vielfalt leben, lokal produzieren, mit Natur und Nachbarn kooperieren geschrieben.

Eine gute Zukunft erfordert global Milliarden von Menschen, die lokal ohne Panik mit viel Freude und Freunden in Kooperation mit der wunderbaren Natur ganz praktisch eine gute Zukunft aufbauen. Schauen Sie mal, was Ihnen Freude macht?


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Vorliegend habe ich meine eigene Erfahrung beschrieben. Das sind die Effekte, die ich bei mir gespürt habe. Diese können bei jedem unterschiedlich ausfallen. Die beschriebenen Erfahrungen sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse und keine Tatsachen Behauptungen. Sämtliche Inhalte dieser Seiten sind keine Heilaussagen und ausschließlich informativ, sie dienen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Behandlung. Mehr dazu hier